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Saison 2010/2011


TSV Aubstadt - TSV Neudrossenfeld 1:1 (0:1)

TSV Neudrossenfeld: Küfner (77. Zinke) - Sudol (46. Ludwig), Zapf, Taubenreuter, Werther - Lämmert, Engelmann, Nützel (46. Grethlein), Hofmann, Adam - Gashi

 

Tore: 1:0 Alexander Reinhart (38.); 1:1 Lorenz Hofmann (65.)

Zuschauer: 230

 

Es war ein flottes, unterhaltsames Spiel zum Saisonabschluss in der Landesliga Nord, in dem sowohl der TSV Aubstadt als auch der TSV Neudrossenfeld, Aubstadt zwischendurch mal 20 Minuten nicht, ihr Hauptaugenmerk auf die Offensive legten und Tore schießen, nicht verhindern wollten. Das machten die Gastgeber im ersten Spielabschnitt, nachdem das Anfangsfeuerwerk der Oberfranken verglüht war, mit gut strukturierter Ordnung und mehr mit Teamwork – während die Spieler von Trainer Detlef Hugel permanent und fast stereotyp immer wieder ihren agilen und umtriebigen Goalgetter Perparim Gashi suchten und sehr häufig auch fanden. Und wehe wenn nicht, dann machte der so viel Wirbel, dass sie gar nicht mehr anders konnten.

Was zunehmend nachließ, weil sich der Aubstädter Erfolgsgarant, die Abwehr, darauf sehr bald eingestellt hatte, Gashi überhaupt nicht in Manndeckung nahm, sondern ihn in der Viererkette von einem zum anderen übergab, wo immer er sich auch herum trieb. So war die Partie bis zur Halbzeit wohl als ausgeglichen zu bezeichnen mit ein paar mehr Torchancen auf Seiten der Gäste, den klareren aber für die Aubstädter.

Es waren zwei ausgezeichnete Torhüter, Tobias Gabold bei Aubstadt und Matthias Küfner, der Ex-Schweinfurter, bei Neudrossenfeld, die dafür sorgten, dass insgesamt so wenig Tore fielen. In der 41. Minute schlug's aber ein: Alexander Reinhart schloss einen sehenswerten Spielzug zur Halbzeitführung für Aubstadt ab, die kurz danach Johannes Adam noch hätte egalisieren können – sein Schuss landete am Außenpfosten.

Nachdem Hugel bei Wiederbeginn zwei Mal gewechselt hatte, ging die Post erst richtig ab bei den Neudrossenfeldern, die freilich auf einmal einer Aubstädter Mannschaft gegenüber standen, die keinen Gedanken mehr an Offensivfußball verschwendete. Man bettelte förmlich um den Ausgleich. Und man hätte ihn vier oder fünf Mal bekommen und in Rückstand geraten können, wären nicht Tobias Gabold, eine sattelfeste Viererkette, Latte und Pfosten und ein Tick Eigensinnigkeit dagegen gewesen.

So wie der Ausgleich dann allerdings fiel, war es eine Szene für die Sendung „Pleiten, Pech und Pannen“, um nicht gar „Dummheiten“ hinzuzufügen. Patrick Kirsten nutzte einen Torwartabstoß vor den eigenen Strafraum zu Tändeleien und fabrizierte so viele Fehler auf einmal, dass er den Ball nur noch selber ins Tor hätte schießen müssen. Lorenz Hofmann übernahm jedoch diese Aufgabe (72.). Verdient, ja hoch verdient war dieser Spielstand allemal.

Johannes Adam hätte sogar den Deckel drauf machen können, schob aber, völlig allein vor Gabold, am Pfosten vorbei. Erst jetzt besannen sich die Aubstädter wieder, erst recht nach drei Einwechslungen, spielten wieder nach vorne und kamen auch durch Dominik Graders Flugkopfball und Reinharts Volleyschuss, beide knapp drüber, zu Siegchancen.

„In der ersten Halbzeit war die Aubstädter Führung verdient“, rechnete Gäste-Trainer Detlef Hugel die Chancen nach. „In der zweiten hätten wir aber schon in Führung gehen müssen.“ Und Frank Mauers Fazit: „Beide Mannschaften wollten Tore schießen und haben die Defensive vernachlässigt, weshalb es so viele Torchancen gab. Es war ein schöner Abschluss gegen eine saustarke Mannschaft.“

Quelle: mainpost.de


TSV Neudrossenfeld - SV Alemannia Haibach 7:1 (3:0)

TSV Neudrossenfeld: Küfner - Werther, Zapf, Taubenreuther, Partyka - Lämmert, Engelmann (68. Grethlein), Hofmann (75. Paul), Nützel, Adam (68. Sudol) - Gashi

 

Tore: 1:0 Lukas Engelmann (16.); 2:0 Philipp Lämmert (19.); 3:0 Perparim Gashi (28.); 3:1 Christian Breunig (66.); 4:1 Hannes Nützel (68.); 5:1 Perparim Gashi (83.); 6:1 Perparim Gashi (87.); 7:1 Patrick Sudol (89.)

Zuschauer: 157

Bes. Vorkommnise: Perparim Gashi verschießt Foulelfmeter (16.)

 

„Ich bin stolz auf diese Mannschaft, sie hat mir im letzten Heimspiel ein wunderbares Abschiedsgeschenk bereitet", sagte der Neudrossenfelder Trainer Detlef Hugel mit einigem Wehmut in der Stimme, "es war eine tolle Saison“. Und in der Tat sahen die Zuschauer wieder eine tadellose Leistung der Gastgeber mit sehenswerten Toren aus dem Kombinationsfluss heraus, mit Kabinettstückchen und blitzschnellem Abschluss. Der TSV war während der gesamten 90 Minuten Herr der Szene, bestimmte Rhythmus und Tempo. Die Unterfanken taten einem fast ein bisschen leid, sie wurden zeitweise regelrecht vorgeführt. Gästecoach Joachim Hufgard bedauerte, nicht seine Stammelf aufbieten zu können. Zudem hätten die dazwischenliegenden Pokalspiele gegen die Drittligisten Wacker Burghausen und Unterhaching viel Kraft gekostet. „Aber so darf man sich nicht abschlachten lassen“, resümierte er. Das soll aber den fabelhaften Auftritt der Neudrossenfelder nicht schmälern, sie bewiesen erneut, warum sie seit Wochen ohne Niederlage sind. Durch Ballsicherheit, perfektes Stellungsspiel und kaum einen Fehlpass zeichnete man sich aus. Alle Tore waren eine Augenweide, der schönste Treffer das 6:1, als Sudol mit Absatzkick zu Gashi, dem dreifachen Goalgetter, abtropfen ließ und dieser verwandelte. Kurios das 1:0: Gashi setzte einen Foulelfmeter an den linken Pfosten, der Ball sprang 20 Meter zurück auf Engelmann und dieser vollendete direkt mit einem tückischen Aufsetzer. Die weiteren Tore entstanden alle aus herrlichen Spielzügen. Alle eingesetzten TSV-Akteure verdienten diesmal Sonderbeifall, sie verstanden sich ideal, handelten uneigennützig und sahen immer den besser postierten Nebenmann. Davon profitierte vor allem Gashi, der in Engelmann, Nützel, Lämmert und Benjamin Hofmann gut aufgelegte Kollegen hatte. Hinten beherrschten Küfner, Partyka, Werther und das Duo Zapf/Taubenreuther den Strafraum, gaben sich keine Blöße. Bis auf die Unachtsamkeit beim Gegentreffer. Das Leder lief oft wie am Schnürchen durch die Reihen. Da war es für die immer müder werdenden Gäste schwer, Akzente zu setzen. Haibachs beste Gelegenheit versiebte Czapla, als er um Zentimeter das Gehäuse verfehlte. Die Alemannia besaß in Breuning, Demircan und Urbaincyk starke Kräfte, das war aber zu wenig. SR Fenzl hatte bei der fairen Spielweise ein leichtes Amt.


TSV II - SV Lindenhardt

Neudrossenfeld:

S. Zinke, A. Schönauer, P. Sudol, M. Pereira, T. Heisinger, C. Grethlein, C. Paul, K. Stöcker, F. Gogolok, J. Kornetzke, C. Bauer; AW: P. Kornetzke (2. Hz.), F. Kallwies (2. Hz.),

S. Seller (2. Hz.), S. Greiner (ETW);

 

Lindenhardt:

F. Failner, J. Wolfring, A. Popp, S. Kögel, T. Fuchs, M. Potzler, T. Wiesmeth, M. Kuboth,

T. Zeilmann, S. Kuboth, M. Wolfring; AW: S. Wolfring, M. Lodes (1. Hz.);

 

Schiedsrichter: Eberlein (SV Memmelsdorf)

 

Zuschauer: 130

 

Tore: 1:0 Bauer (21. Min), 2:0 Gogolok (64. Min), 2:1 S. Kuboth, 3:1 Sudol (71. Min),

          4:1 Eigentor (73. Min)

 

Im letzten Heimspiel der Saison feierte der Gastgeber einen völlig verdienten Sieg, der bei besserer Chancenverwertung höher ausgefallen wäre. Bereits in der dritten Minute hatte Neudrossenfeld die erste Chance, als sich Grethlein über die Seite durchsetzte und den Ball zur Mitte brachte, wo Gogolok jedoch aus zwei Metern vergab. Auch die nächsten beiden Möglichkeiten endeten nicht mit einem Torerfolg. Zunächst scheiterte Grethlein mit einem Schuss aus 16 Metern, wenig später wurde ein Schuss von Bauer gerade noch abgeblockt. In der 21. Minute gelang das überfällige Führungstor. Pereira spielte den Ball in den Rücken der Abwehr und Bauer vollendete mit einem schönen „Schlenzer“ ins Tordreieck. Bis zur Pause hätte die Landesliga-Reserve das Ergebnis in die Höhe schrauben müssen, die zahlreichen Chancen wurden jedoch kläglich vergeben.

Nach der Pause machte Neudrossenfeld weiterhin Druck und erhöhte auf 2:0. Gogolok setzte sich am linken Strafraumeck herrlich durch und zirkelte den Ball überlegt in den Winkel. Nur zwei Minuten später keimte beim Gast etwas Hoffnung auf. Nach einem langen Ball legte M. Kuboth uneigennützig quer, dass S. Kuboth nur noch einschieben brauchte. In der 71. Minute gelang jedoch die Vorentscheidung. Sudol setzte zu einem unwiderstehlichen Lauf über die linke Seite an und drosch den Ball nach einem Doppelpass mit Gogolok in die Maschen. Der letzte Treffer des Tages fiel durch ein kurioses Eigentor, als K. Stöcker nach einem hohen Ball seinen Gegenspieler aus wenigen Metern anköpfte. Neudrossenfeld war dem Gegner in allen Belangen überlegen und hatte im agilen Grethlein und Heisinger seine besten Akteure. Bei Lindenhardt konnte lediglich M. Kuboth gefallen.

 


SC Altenplos - TSV II 1:3 (1:1)

 

Neudrossenfeld:

Grüner, Schönauer, Sudol, Knoll, J. Kornetzke, Grethlein, Paul, K. Stöcker, Adam, Gogolok, Bauer;

AW: P. Kornetzke, Kallwies, Pereira;

 

Zuschauer: 120

 

Schiedsrichter: Noegel (Weingartz)

 

Neudrossenfeld agierte spiel- und kampfstark und drängte Altenplos von Beginn an in die Defensive. Mit schnellem Spiel aus der Abwehr heraus versuchte der SC, die Gäste in Bedrängnis zu bringen. Einen erfolgreichen Konter schloss Sajaja zur Führung ab. Fast postwendend fiel der Ausgleich durch Stöcker. Danach machte SC-Ersatztorwart Vogel mehrere Gästechancen zunichte. Auch in der zweiten Halbzeit drängten die Gäste und kamen in der 48. Minute nach einer Unachtsamkeit in der SCA-Abwehr zum 2:1. Nun verlegte sich Neudrossenfeld auf Konter. In der 80. Minute stellte Gogolok den 1:3 Endstand her.

 

QUELLE: Bayerische Rundschau

 

 


TSV Neudrossenfeld - SpVgg Selbitz 2:0 (0:0)

TSV Neudrossenfeld: Küfner - Werther, Zapf, Taubenreuther, Ludwig - Engelmann (86. Paul), Lämmert, Partyka, Nützel (75. Grethlein), Adam - Gashi (90. Stöcker)

 

Tore: 1:0 Perparim Gashi (62./Foulelfmeter); 2:0 Carsten Paul (90.+3)

Zuschauer: 225

 

Der TSV wird zum Saisonschluss immer stärker. Mit einer imponierenden Gesamtleistung bezwang er die hoch gehandelten Gäste, die an diesem Tag an ihre Grenzen stießen. Abgeklärt, mit flüssigem Kombinationsspiel, purer Spielfreude und fast perfekter Ballkontrolle, ließ man dem voraussichtlichen Vizemeister wenig Entfaltungsmöglichkeiten.

 

Dessen Angriffsbemühungen wurden meist schon im Keim erstickt.

 

Prickelnde Torszenen fehlten etwas, weil beide Abwehrreihen sicher standen und sich auch auf ihre zwei Schlussmänner verlassen konnten. Der heimische Küfner musste nur einmal sein ganzes Können aufbieten, um einen wuchtigen Freistoß von Gabler über die Latte zu lenken, Wirth jagte in der 48. Minute den Ball nur ganz knapp über das Gehäuse. Das war es dann schon für die Frankenwäldler. Die größeren Chancen besaß Neudrossenfeld, doch Gashi (81.) und kurz vorher Grethlein klebte das Pech an den Füßen, als sie in aussichtsreicher Position nur um Zentimeter verfehlten. Trickreich bereitete Gashi das 1:0 vor, stürmte clever in den Strafraum und kam zu Fall, der Unparteiische zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Den umstrittenen Strafstoß verwandelte der Gefoult kaltblütig. Die endgültige Entscheidung fast mit dem Schlusspfiff sah eine samt Torwart Prell nach vorne stürmende Gästeelf, für den alleinstehenden Paul war der Treffer nach einem schnellen Konter  reine Formsache. „Wir wollten gewinnen, machten aber zu wenig Druck und waren vor dem Tor zu harmlos“, gab Gästecoach Michael Voigt zu, lobte aber ausdrücklich das variable Spiel der Gastgeber. Da musste Hugel-Stellvertreter Christoph Bauer auf der Gegenseite nicht mehr viel hinzufügen, entscheidend sei für ihn gewesen, dass der TSV die Räume eng machte und keinen Ball verloren gab. „Der Tabellenzweite hat sich die Aufgabe sicherlich leichter vorgestellt, nach der unglücklichen 1:0 Niederlage  in der Vorrunde haben wir jetzt den Spieß umgedreht. Mir hat besonders das Mannschaftsverständnis gefallen“. SR Brand leitete zufriedenstellend


TSV II - SV Röhrenhof 5:0 (1:0)

Neudrossenfeld:

Grüner, Schönauer, P. Kornetzke, Paul, J. Kornetzke, Grethlein, Knoll, K. Stöcker, Adam, Bauer, Gogolok; AW: Seller, Heisinger, Pereira, Kühnert, Kallwies, S. Greiner (ETW)

 

Röhrenhof:

Riedelbauch, C. Seker, Nachtmann, S. Zimmermann, Bastobbe, B. Zimmermann, Schlemmer, Sauerstein, Bartoschek, Opel, Hacker; AW: Völkl, Walter, H. Seker

 

Zuschauer: 130

 

Schiedsrichter: Mattes (FSV Ziegelerden)

 

Tore: 1:0 Adam (14. Min), 2:0/3:0/4:0 K. Stöcker (47./61./64.), 5:0 Paul (71. Min);

 

Neudrossenfeld begann druckvoll und legte in den ersten Minuten ein gehöriges Tempo vor. Bereits nach drei Minuten schoss Adam nur knapp am Tor vorbei. In der 14. Minute gelang jedoch die Führung. Wiederum war es Adam, der nach einer Freistoßflanke von Grethlein aus spitzem Winkel traf. Unverständlicherweise stellte Neudrossenfeld nach zwanzig Minuten das Fußball spielen ein. Röhrenhof fand dadurch besser in die Partie und hätte durchaus den Ausgleich erzielen können. Hacker verfehlte mit einem Schuss nur knapp das Gehäuse, H. Seker köpfte am Tor vorbei und Opel scheiterte mit einem Freistoß an TSV-Torwart Grüner.

Die Halbzeitansprache von Interimscoach Weinrich zeigte bei der Heimelf Wirkung. Seine Mannschaft erzielte kurz nach der Pause das 2:0 durch K. Stöcker, als dieser sich schön über die rechte Seite durchsetzte und mit einem Schuss aus 18 Meter abschloss. Beflügelt durch den schnellen Treffer spielte sich die Landesliga-Reserve in einen Rausch. Röhrenhof hatte nichts mehr dagegen zu setzen und konnte das hohe Tempo nicht mehr mithalten. In der Folge war vor allem der starke TSV-Akteur K. Stöcker nicht mehr zu stoppen. Mit einem lupenreinen Hattrick entschied er die Partie quasi im Alleingang, wobei alle Tore herrlich herausgespielt waren. In der 71. Minute konnte Paul das Ergebnis mit einem Freistoß aus 16 Metern noch in die Höhe schrauben. Aufgrund der starken zweiten Halbzeit geht das Ergebnis auch in dieser Höhe in Ordnung. In einer guten Neudrossenfelder Mannschaft überragte der dreifache Torschütze K. Stöcker. Bei Röhrenhof konnte lediglich Opel in einigen Aktionen gefallen. Das Schiedsrichtergespann leitete die teils hitzige Partie abgeklärt und gut.


TSV Neudrossenfeld - TuS Frammersbach 1:2 (1:1)

TSV Neudrossenfeld: Küfner - Ludwig, Zapf, Taubenreuther, Werther - Lämmert, Engelmann, Sudol, Hofmann, Nützel - Gashi (76. Grethlein)

 

Tore: 1:0 Perparim Gashi (18./Foulelfmeter); 1:1 Andre Mehrlich (23.); 1:2 Alexander Kirsch (78.)

Zuschauer: 150

Gelb-Rot: Frank Zapf (90./wiederholtes Foulspiel)

 

Es war eine Begegnung, die keinen Sieger verdient hätte. Im Gefühl des sicheren Klassenerhaltes ließen die Platzherren die sonst gewohnte Kampfkraft und den letzten Einsatz vermissen. Man dachte, man kommt auch so ans Ziel, begünstigte die keineswegs überzeugenden Gäste  mit zwei vermeidbaren Treffern.

 

Beim ersten schätze Schlussmann Küfner, der auch sonst etwas unsicher wirkte, einen langen Ball aus 50 Metern falsch ein. Das Leder übersprang ihn und landete im Netz. Das 1:.2 ebenso kurios: Küfner schießt seinen Mitspieler Taubenreuther an, der Ball prallte zu Spielertrainer Kirsch und der vollendete, nachdem er noch einen Gegenspieler austanzte. Die Neudrossenfelder Führung resultierte aus dem schönsten Spielzug, als Sudol unwiderstehlich nach vorne preschte, einen schönen Pass schlug und der einschussbereite Nützel umgestoßen wurde. Den fälligen Strafstoß verwandelte Gashi mit einem eleganten Heber. Weitere Torchancen waren Mangelware, lediglich Nützel (39.) verfehlte mit Kopfball das Gehäuse und der scharfe Schuss von Ludwig (54.) ging knapp am Pfosten vorbei. Auf der Gegenseite verpassten Mehrlich und nach der Pause Kessler ebenfalls per Kopf.

 

Nach dem Rückstand warfen die Platzherren alles nach vorne, wollten es jetzt plötzlich wissen, das war aber viel zu spät. Kein TSV-Akteur konnte sich am Samstag besonders auszeichnen, vor allem an der Torgefährlichkeit mangelte es diesmal. Das sah auch Spielleiter Karl-Heinz Schirmer so, attestierte der Mannschaft trotzdem gelungene Ballstafetten. „Im Gegensatz zum letzten Sonntag fehlte aber die Konzentration und die Abgeklärtheit“. Selbst Trainer Kirsch, für das entscheidende Tor der Unterfranken verantwortlich, war trotz des Sieges mit seiner Elf nicht zufrieden. „Wir haben schlecht gespielt, es zählen allein die drei Punkte“. Bei beiden Treffern sei man aber auch vom Glück begünstigt gewesen, gab er zu. Kapitän Mehrlich darf sich auf Grund seines großen Aktionsradius einen großen Anteil des Erfolgs  zuschreiben. Schiedrichter Wenzlik leitete unauffällig.

 

 


TSV St. Johannis Bayreuth - TSV II 2:4 (1:1)

Bayreuth: Aufsess, Ermer, Will, Fromm, Esterer, Zeller, Lutz, Zimmer, Schäff, Lampert, Hofmann;

AW: Töpat, Stock, Glaser, Sprödhuber (ETW);

 

Neudrossenfeld: Grüner, P. Kornetzke, Kallwies, Pereira, Kühnert, J. Kornetzke, Heil, Paul, K. Stöcker, Bauer, Adam; AW: Schönauer, Heisinger, Knoll, S. Greiner (ETW)

 

Tore: 1:0 Lutz (10. Min), 1:1 K. Stöcker (18. Min), 1:2 Heil (54. Min), 1:3 Adam (59. Min),

           2:3 Lutz (61. Min), 2:4 Adam (89. Min);

 

Zuschauer: 50

 

Neudrossenfeld brauchte einige Zeit, um sich auf das kleine, holprige Spielfeld einzustellen. Spielzüge über mehrere Stationen oder Kurzpassspiel war auf dem Untergrund fast unmöglich, weshalb sich über die komplette Spielzeit ein "Kampfspiel" entwickelte. Letztendlich nahm man den Kampf jedoch an und setzte sich auch aufgrund einer besseren zweiten Halbzeit am Ende verdient durch. Zunächst sah es jedoch ganz gut für den Gastgeber aus. Nach zehn Minuten gingen sie in Führung, als Lutz mit einem strammen Flachschuss nach schönem Doppelpass mit Zeller abschloss. Neudrossenfeld zeigte sich jedoch wenig beeindruckt und erzielte durch K. Stöcker den Ausgleich, als dieser nach Zuspiel von Bauer den Keeper überlupfte. In der 23. Minute hatten die "Kanzer" etwas Pech, als ein abgefälschter Schuss am Pfosten landete. Kurz vor der Pause hätte Knoll den Gast in Führung bringen können, er brachte den Ball jedoch nicht im Tor unter.

In der zweiten Halbzeit kam die Landesliga-Reserve besser mit dem Spielfeld zurecht. Man ging aggressiver in die Zweikämpfte und setzte energischer nach. So erzielte man in der 54. Minute die 1:2 Führung. Ein Nachschuss von Heil wurde durch den Verteidiger noch abgeblockt, im Nachsetzen konnte der Neudrossenfelder Akteur den Ball jedoch über die Linie drücken. Nur fünf Minuten später erhöhte man auf 1:3. Bauer spielte nach einem schnellen Angriff über die rechte Seite den Ball in den Strafraum. Vorbei an Freund und Feind landete die Kugel am zweiten Pfosten bei Adam, der überlegt einschob. Die Heimelf steckte jedoch nicht auf und verkürzte bereits zwei Minuten später. Nach einem Einwurf und einem folgenden "Gestocher" kam Lutz an den Ball und netzte ein. Neudrossenfeld spielte aber weiter nach vorne und erspielte sich zahlreiche Möglichkeiten. Adam schoss aus spitzem Winkel nur knapp vorbei, Stöcker spielte den Torhüter aus aber traf nur das Außennetz und Bauer scheitere nach einem Alleingang am Keeper, als dieser den Ball beim Ausspielversuch greifen konnte. Kurz vor Schluss gelang jedoch die ersehnte Vorentscheidung. K. Stöcker wurde im Strafraum zu Fall gebracht, den fälligen Elfmeter verwandelte Adam sicher. Neudrossenfeld zeigte eine gute Mannschaftsleistung, wobei der äußerst lauf- und einsatzfreudige Bauer herausragte. Bei den "Kanzern" gefielen Lutz und Zeller.


SV Heinersreuth - TSV II 1:1 (0:1)

Heinersreuth: Bursian, Hermannsdörfer, Engelbrecht, Ferri, Kauper, Nützel, Neukam, Küffner, Grötsch, Nietzold, Paustian; AW: Fiehne, Krögel, Guetari, Bauernfeind;

 

Neudrossenfeld: Zinke, Ludwig, Schönauer, Pereira, Paul, J. Kornetzke, Adam, Grethlein, Bauer, Heil, K. Stöcker; AW: Kühnert, Heisinger, P. Kornetzke, Seller, Grüner (ETW)

 

Tore: 0:1 K. Stöcker (27. Min), 1:1 Grötsch (86. Min)

 

Zuschauer: 150

 

Nun wird es noch einmal eng im Kampf um den Klassenerhalt. Trotz einer gut besetzten Mannschaft kam Neudrossenfeld im wichtigen Spiel beim SV Heinersreuth nicht über ein 1:1 hinaus. Gegen eine äußerst defensiv eingestellte Heinersreuther Mannschaft tat sich die Landesliga-Reserve über die komplette Spielzeit sehr schwer. Man rannte gegen elf Heinersreuther, die sich in der eigenen Hälfte geschickt aufteilten, zu einfallslos an und konnte sich somit nur wenige Torchancen erarbeiten. So dauerte es bis zur 24. Minute, als Bauer einen SV-Verteidiger stehen ließ und erstmals Torhüter Bursian mit einem Schuss ins kurze Eck prüfte. Mit der nächsten Gelegenheit schaffte Neudrossenfeld das ersehnte 0:1. K. Stöcker stand nach einem schönen Schuss von Schönauer genau richtig und musste den Abpraller nur noch einschieben. In der 30. Minute hätte man sogar auf 0:2 erhöhen können, jedoch scheiterte Paul bei einem an Bauer verursachten Elfmeter an Torwart Bursian. 

Zu Beginn der zweiten Halbzeit bot sich den Zuschauern ein ähnliches Bild. Neudrossenfeld spielte auf ein Tor, wirkte in den Offensivaktionen jedoch zu harmlos und übertrieb es teilweise mit dem Einzelspiel. Nach einer Stunde wurde Heinersreuth etwas mutiger und beteiligte sich nun auch etwas am Spielgeschehen. So kamen sie zu den ersten nennenswerten Torschüssen durch Paustian und Nietzold. Beide Versuche landeten jedoch neben dem TSV-Gehäuse. Zehn Minuten vor dem Ende hatte der TSV zweimal die Gelegenheit für eine Vorentscheidung zu sorgen. Zunächst köpfte Heil nach Flanke von Bauer genau auf den Torwart, kurze Zeit später hielt dieser einen Freistoß von Grethlein mit einer tollen Parade. Wie so oft im Fußball wurden diese Nachlässigkeiten kurz vor Schluss bestraft. Nach einem katastrophalen Fehlpass von Libero Ludwig konnte Grötsch nach einem Zuspiel ungehindert aus gut 25 Metern abziehen. Sein Sonntagsschuss schlug unhaltbar für Torhüter Zinke im rechten Tordreieck ein. Letztendlich ein etwas schmeichelhaftes aber nicht ganz unverdientes Remis für den SV Heinersreuth. Schließlich hielt man über 90 Minuten zumindest kämpferisch sehr gut dagegen und glaubte bis zuletzt an einen möglichen Punktgewinn. Neudrossenfeld machte zu wenig aus seiner Überlegenheit und verschenkte am Ende durch Unkonzentriertheiten und teilweise etwas Überheblichkeit wichtige Punkte im Abstiegskampf.


BSC Saas Bayreuth 2 - TSV Neudrossenfeld 2 2:1 (1:1)

Bayreuth: Spindler, Martelock, Mi. Kühnlein, Weber, Knappe, Saalfrank, Aydin, Guhl, Max Kühnlein, Preiss, Greef; AW: Zimmermann, Dick, Scholti;

 

Neudrossenfeld: Grüner, Schönauer, Kallwies, Kühnert, Pereira, J. Kornetzke, Stratmeier, Hofmann, K. Stöcker, Adam, Paul; AW: Seller, Heisinger, P. Kornetzke, D. Greiner, Pötzinger, S. Greiner (ETW)

 

Tore: 1:0 Aydin (36. Min), 1:1 Kühnert (39. Min), 2:1 Max Kühnlein (65. Min)

 

Zuschauer: 50

 

Neudrossenfeld lieferte die bis dato schlechteste Saisonleistung ab. Über die komplette Spielzeit zeigte der Gastgeber größeren Willen und mehr Laufbereitschaft. Bei der Landesliga-Reserve fehlte jegliche Einstellung. Dementsprechend lasch ging man in die Zweikämpfe, verlief sich in Einzelaktionen und spielte sich nahezu keine ernsthaften Torchancen heraus. Bereits in der 9. Minute hätten die "Saaser" in Führung gehen können, als ein TSV-Verteidiger einen hohen Ball falsch einschätze. Der anschließende Lupfer von Aydin ging jedoch über das TSV-Gehäuse. Nur zwei Minuten später kam Saalfrank nach einer Freistoßflanke zum Kopfball, Torwart Grüner hielt jedoch hervorragend. Dann kam es wie es kommen musste: Die schläfrige TSV-Hintermannschaft schaute bei der Ballannahme von Aydin lediglich zu. Dieser ließ sich nicht lange bitten und zog aus 18 Metern ab. Da der Ball abgefälscht wurde, landete er unhaltbar im Netz. Kurz vor der Halbzeit kam Neudrossenfeld zum überraschenden Ausgleich. Adam spielte den Ball in den Lauf von Kühnert. Dieser konnte ihn gerade noch vor der Grundlinie erreichen und mit dem Außenrist im Tor der Bayreuther unterbringen.

Wer nun in der zweiten Halbzeit ein "aufbäumen" der TSV-Mannschaft erwartete, wurde bitter enttäuscht. Weiter agierte man zu behäbig und leistete sich zahlreiche Abspielfehler und Konzentrationsschwächen. Dadurch boten sich für die Bezirksoberliga-Reserve weitere Einschussmöglichkeiten. Eine davon führte zum letztendlich völlig verdienten Siegtreffer der Heimelf. Wiederum sah die Neudrossenfelder Abwehr nur zu, wodurch Max Kühnlein aus 20 Metern abziehen konnte. Der stramme, aber nicht unhaltbar scheinende Schuss, landete zum 2:1 im Kasten. In der Nachspielzeit wäre Neudrossenfeld beinahe noch der Ausgleich geglückt. Torhüter Spindler warf sich jedoch in den Schuss von K. Stöcker, der aus kürzester Distanz aus der Drehung abzog und ihn hierbei unglücklich im Gesicht traf. Er wurde hierbei zum Glück nur leicht verletzt. Saas Bayreuth zeigte eine geschlossene Mannschaftsleistung mit großem Einsatzwillen. Neudrossenfeld enttäuschte auf der ganzen Linie. 

TSV Neudrossenfeld - FT Schweinfurt 5:1 (2:1)

TSV Neudrossenfeld: Küfner - Werther, Zapf (46. Ludwig), Taubenreuther, Partyka - Engelmann (69. Heil), Lämmert, Sudol, Hofmann, Nützel - Gashi (80. Bauer)

 

Tore: 0:1 Benjamin Freund (19. Foulelfmeter); 1:1 Patrick Werther (22.); 2:1 Perparim Gashi (35.); 3:1 Perparim Gashi (52.); 4:1 Hannes Nützel (66.); 5:1 Patrick Sudol (85.)

Zuschauer: 212

 

Das war der Klassenerhalt fünf Spiele vor Saisonschluss. Mit einer ihrer besten Leistungen in der Serie zu Hause ließen die Neudrossenfelder dem im vorderen Tabellenfeld angesiedelten Gast keine Chance. Zwar musste ein Rückstand nach einem von Zapf verschuldeten Foulelfmeter verkraftet werden, man gab aber mit dem kurz darauf folgenden Ausgleich die richtige Antwort.

Mit schönen Spielzügen, flüssigen Kombinationen und Passgenauigkeit trafen die Oberfranken ins FT-Herz, führten die Gäste nach der Pause zeitweise vor. Abgeklärt und hellwach kontrollierte man Ball und Gegner, der nie richtig in die Begegnung fand. Schlussmann Küfner hatte nicht viel zu halten, seine größte Tat vollbrachte er aber kurz nach dem Schweinfurter Führungstreffer, als er einen Schuss von M. Hartmann aus kürzester Entfernung in glänzender Manier meisterte. Bei einem 0:2 wäre die Partie dann vielleicht doch anders verlaufen. Ein überragender Lämmert, der  drei Treffer vorbereitete und überall zu finden war und der wieder an sich glaubende zweifache Torschütze Gashi drückten dem Spiel den Stempel auf, Partyka und der fleißige Werther gehörten ebenso wie Engelmann mit zu den stärksten TSV-Akteuren.

Sehenswert besonders das 2:1, wo Gashi noch den Torwart ausspielte und dann lässig ins linke Eck schlenzte. Beim 3:1 vollendete er mit Kopf, das 4:1 besorgte Nützel mit schnellem Lauf aus der Mitte und den Schlusspunkt setzte der durchgebrochene Sudol, den Schweinfurts Keeper Biemer etwas unglücklich anschoss. Vorher traf Nützel die Unterkante der Querlatte. Am Auftreten seiner Elf hatte Coach Detlef Hugel seine helle Freude, ihm gefiel vor allem, dass die Moral wieder einmal stimmte und der Rückstand die Mannschaft nicht aus der Ruhe brachte. „Wir traten erneut als Einheit auf, wussten um unsere derzeitige Stärke“. Wie der Ball später mit dem sicheren Vorsprung im Rücken durch die eigenen Reihen lief, sei schon sehenswert gewesen. Der arg gefrustete Schweinfurter Trainer Ernst Gehling wollte dem Unparteiischen eine Schuld an der Niederlage zuweisen, weil dieser seiner Ansicht nach in einigen wichtigen Phasen die Regeln zu Ungunsten der Unterfranken außer Kraft gesetzt hätte. Dadurch habe die FT ihren Faden verloren. Über eine solche Ansicht lässt sich jedoch streiten. Zumindest gab er aber auch zu, dass drei bis vier Spieler unter Form agierten und Neudrossenfeld verdient gewann

 


TSV Presseck - TSV II 2:0 (1:0)

Presseck:

Kolmann, Limmer, Fuchs, Trautner, Pekdas, Eberhardt, Burger, Rohde, Sabik, Simsek, Pfaffenberger,

AW: Haba, Grass, Chr. Krügel

 

Neudrossenfeld:

Zinke, Schönauer, Kallwies, Seller, Heisinger, J. Kornetzke, Stratmeier, Kühnert, Paul, Pereira,

AW: D. Greiner

 

Schiedsrichter: Böhmer (Ebensfeld)

 

Zuschauer: 80

 

Tore: 1:0 Kallwies (9. Min/Eigentor), 2:0 Trautner (84. Min)

 

Eine in der ersten Halbzeit ansprechende Partie endete mit einem verdienten Sieg der Einheimischen. Nach neun Minuten gab es den ersten Aufreger: Simsek wurde im Strafraum mit einer unbeholfenen Aktion eines Gästeverteidigers von den Beinen geholt, doch die Pfeife des Referees blieb stumm. Die Führung der Gastgeber war verdient, kam jedoch glücklich zustande: Gästeverteidiger Kallwies drückte eine scharfe Eberhardt-Ecke ins eigene Tor. In der Folge scheiterte Burger gleich mehrfach am besten Gästeakteur, Torwart Zinke. Nach gut einer Stunde war es wieder Eberhardt, der mit einem Direktschuss für den ersten nennenswerten Torabschluss nach der Pause sorgte. Die endgültige Entscheidung deutete sich bereits in der 80. Minute an: Pressecks Kämpfernatur Boris Trautner segelte zunächst ganz knapp an einer Maßflanke vorbei, ehe er wenig später - von Burger mustergültig bedient - ins leere Neudrossenfelder Tor einschieben konnte.

 

QUELLE: Bayerische Rundschau/TSV Presseck


TSV Neudrossenfeld - 1. FC Burgkunstadt 3:0 (0:0)

TSV Neudrossenfeld: Küfner - Sudol (63. Werther), Zapf, Taubenreuther, Partyka - Lämmert, Engelmann, Nützel, Bauer, Heil (66. Adam) - Gashi (77. Hofmann)

 

Tore: 1:0 Hannes Nützel (47.); 2:0 Perparim Gashi (50.); 3:0 Patrick Werther (73.)

Zuschauer: 315

 

Ein gutklassiges Nachbarderby mit vielen Torszenen entschieden die Platzherren durch eine starke zweite Hälfte. Wie verwandelt kamen sie aus der Kabine, überraschten die Gäste mit zwei Treffern innerhalb von fünf Minuten nach Wiederanpfiff. Das war der Umschwung, von diesem Schock erholte sich der FC nicht mehr. Er lieferte vor der Pause eine sehenswerte Partie ab, versäumte es aber, aus den sich bietenden Chancen Kapital zu schlagen. So musste der zuverlässige Küfner  gegen Kalb (6.) retten und zwei Minuten später ein genau gezielten Ball über die Latte lenken, in der 16. Minute verfehlte Geldner per Kopf nur ganz knapp das Gehäuse. Und Böhmer`s gut getimter Heber war wieder eine Beute von Küfner. Eine Führung zu diesem Zeitpunkt wäre verdient gewesen, denn Neudrossenfeld kam erstmals nach 27 Minuten zu einer Gelegenheit, Bauer köpfte aber über das Tor. Dann lag die Führung in der Luft, als der Burgkunstadter Schlussmann Friedrich ein Geschoss von Bauer tötete und Kolb in letzter Sekunde für seinen bereits geschlagenen Keeper rettete. Zwei Treffer resultieren aus schnellen Angriffszügen, die von Nützel und Gashi überlegt abgeschlossen wurden, das 3:0 besorgte Werther per Kopf nach Eckball. Erneut bewiesen die Grün-Weißen ihr Stehvermögen und den Glauben an sich. Es bedurfte dazu jedoch klarer Worte von Trainer Detlef  Hugel, wie er nach Spielschluss verriet. „Ich musste meine Mannen schon ein bisschen anstacheln, sie hatten bis dahin etwas zu lässig gespielt, das schnelle 1:0 und der Folgetreffer kurz danach taten uns aber schon gut“. Der Sieg sei ein Tor zu hoch ausgefallen, Burgkunstadt habe lange Zeit mithalten können, resignierte dann jedoch. „Ich glaube, wir haben heute einen Riesenschritt zum Klassenerhalt getan“. Burgkunstadts Coach Perter Reichel ärgerte sich sichtlich über die Niederlage, „wir haben eine richtig tolle 1. Hälfte absolviert, leider ohne Torerfolg. Und dann machen fünf Minuten alles kaputt, wir waren mit den Gedanken wahrscheinlich noch in der Kabine“. Entscheidend werde nun das Osterwochenende sein mit den Heimpartien gegen Aubstadt und Kitzingen, „wir schauen nach vorn und geben uns nicht auf“.

Die homogene Heimelf hatte keinen schwachen Punkt, Torjäger Gashi konnte nach langer Zeit endlich mal wieder einen Treffer bejubeln und der eingewechselte Werther bedankte sich mit einem Tor. Der TSV befindet sich im Aufwärtstrend. Burgkunstadt besaß in Kolb, Mahr und Dießenbacher auffallende  Kräfte, war aber insgesamt zu wenig durchschlagskäftig, muss seine Leistung noch über die gesamte Spieldauer konservieren. Schiedsrichter Badstübner verdient die Note hervorragend.

 


TSV II - TSV 08 Kulmbach 3:1 (1:1)

Neudrossenfeld:

Grüner, Schönauer, Kallwies, Pereira, J. Kornetzke, Stratmeier, Kühnert, Gogolok, Paul, Adam, Pötzinger;  AW: Seller, Heisinger, D. Greiner, P. Kornetzke

 

Kulmbach:

Wilhelm, Ochs, Derfler, Höfner, Kilic, Senar, Fabis, Pfeufer, Früh, Herold, Tauber,

AW: Nagel, Gläser, Hübner, Eber, Reuther (ETW)

 

Schiedsrichter: Sipic

 

Zuschauer: 120

 

Tore: 0:1 Pfeufer (3. Min), 1:1 Paul (28. Min), 2:1 Pötzinger (57. Min), 3:1 Pötzinger (66. Min)

 

 

Der TSV 08 Kulmbach startete mit einem Paukenschlag und ging nach einem 30-Meter-Solo durch Pfeufer in Führung. Vom Tor beflügelt griffen die Katzbachtaler weiter an und drängten auf das 0:2. Dies wäre Früh fast gelungen, als er nach einem langen Ball allein auf Torhüter Grüner zulief. Dieser hielt den Schuss jedoch hervorragend. Im Anschluss fand Neudrossenfeld besser in die Partie und bestimmte das Spielgeschehen. Kulmbach beschränkte sich aufs kontern und stand sehr tief, ernsthafte Chancen konnte sich die Landesliga-Reserve dennoch nicht erspielen. Folgerichtig fiel der Ausgleich nach einem herrlichen Freistoßtreffer durch Paul. Bis zur Halbzeit hatten beide Mannschaften jeweils noch eine Möglichkeit zum Torerfolg zu kommen. Ein Stratmeier-Schuss verfehlte ebenso knapp das Gehäuse wie ein Schuss des „Nullachters“ Pfeufer.

In der zweiten Halbzeit bot sich den Zuschauern das gleiche Bild. Kulmbach verteidigte und überließ der Landesliga-Reserve das Spielgeschehen. Dann begann eine starke Phase des Spielertrainers Pötzinger. Zunächst brachte er seine Mannschaft mit einem Freistoß in Führung. Einen weiteren Versuch konnte der Gäste-Torhüter gerade noch entschärfen. Die nächste Chance nutzte Pötzinger allerdings wieder, als er nach schöner Flanke von Adam per Kopf das 3:1 erzielte. Die restliche Spielzeit tat Kulmbach etwas mehr fürs Offensivspiel, konnte sich jedoch keine nennenswerten Chancen heraus spielen. Neudrossenfeld brachte deshalb einen völlig verdienten Sieg clever über die Zeit. Beim Gastgeber konnte Pötzinger überzeugen, Kulmbach hatte in Pfeufer seinen besten Akteur. Der junge Schiedsrichter wirkte in einer eigentlich fair geführten Partie bei einigen Entscheidungen unsicher.

 


ASV Rimpar - TSV Neudrossenfeld 2:4 (1:1)

TSV Neudrossenfeld: Küfner - Sudol, Zapf, Taubenreuther, Partyka - Lämmert, Engelmann (83. Gogolok), Heil, Nützel (61. Heil), Bauer (81. Hofmann) - Gashi

 

Tore: 1:0 Hetterich (1.); 1:1 Lukas Engelmann (43.); 1:2 Christoph Bauer (61.); 1:3 Nico Kempf (67.); 2:3 Hetterich (75.); 2:4 Felix Heil (83.)

 

Zuschauer: 220

 

Mit einem 4:2 (1:1) beim heimstarken ASV Rimpar machte der TSV Neudrossenfeld einen weiteren Schritt zum vorzeitigen Klassenerhalt in der Landesliga Nord.

 

Das nennt man Haltung und Selbstvertrauen! Trotz des schnellen Rückstandes nach elf Sekunden bewies der Gast, was wirklich in ihm steckt. Es war nicht nur Trotzreaktion nach dem Rückstand, sondern das Wissen um das eigene Können. Und der TSV spielte nach einer falschen Einschätzung eines Balles von TW Küfner konzentriert und in geschlossener Harmonie, erkämpfte sich gleich Chancen von Bauer (12.) und Sudol (14.). Wunderschön dann der Ausgleich, günstig kurz vor der Pause, als Gashi uneigennützig für Engelmann querlegte und dieser den Ball aus 20 Metern unhaltbar unter die Latte hämmerte. Vorher bewies Küfner bei zwei schönen Paraden seine Reflexe.

 

Ein herrlicher Fallrückzieher von Bauer leitete den Umschwung ein. Die Oberfranken hatten technische Vorteile und den weitaus beseren Spielrhytmus. Der Sieg war selbst in dieser Höhe verdient, wenn er auch noch kurzfrisitg nach dem 2:3 in Gefahr zu gerieten schien. Zu clever und selbstbewusst trat aber der TSV an diesem Tag auf. Die Mannschaft hatte keinen schwachen Punkt in ihren Reihen, Abwehr und Angriff harmonierten bist auf den unseligen Anfang prächtig. Mit überlegten Ballstafetten in der zweiten Hälfte sah sich die gegnerische Abwehr wiederholt in Nöten, die Tore waren alle sehenswert vorbereitet. Die Gäste verdienten sich ein Lob für ihre Bereitschaft, Technik und Kampf schwungvoll miteinander zu verbinden.

 

Während der Neudrossenfelder Coach Detlef Hugel endlich einmal die Leistung seiner Mannen belohnt sah und er ihnen eine fein geführte Partie attestierte, war auf der anderen Seite René Grimm ein bisschen sauer: "Wir hätten nach dem schnellen 1:0 nachlegen müssen, versäumten das aber." Die Gäste seien zudem nach dem Pausenpfiff viel fleißiger gewesen, haben daher den Sieg verdient.

 

Von Horst Wunner


TSV II - SV Weidenberg 7:0 (2:0)

Neudrossenfeld:

Grüner, Schönauer, Kallwies, Heisinger, J. Kornetzke, Stratmeier, Kühnert, Gogolok, Paul, Adam, Pötzinger;  AW: Seller, D. Greiner, S. Greiner

 

Weidenberg:

Wunderlich, Bugla, Neumann, Schoberth, Wendler, Cuchta, Wittig, Strömstdörfer, Röger, Neuner, Krause; AW: Banasiak, Peschek

 

Schiedsrichter: Özdemir (FC Ort)

 

Zuschauer: 80

 

Tore: 1:0 Gogolok (4. Min), 2:0 Paul (28. Min), 3:0 Stratmeier (48. Min),

          4:0 Kühnert (55. Min), 5:0 Adam (68. Min), 6:0 Pötzinger (80. Min),

          7:0 J. Kornetzke (88. Min)

 

 

Die Partie begann schwungvoll und der Gastgeber ging gleich mit der ersten Chance in Führung. Pötzinger ließ nach schönem Doppelpass mit Adam zwei Verteidiger stehen und schoss an den Pfosten. Als der Ball zurück prallte stand Gogolok genau richtig und schob ein. Bereits zwei Minuten später hätte Weidenberg den Ausgleich erzielen müssen. Nach einem langen Ball landete ein Neudrossenfelder „Querschläger“ am eigenen Pfosten, Grüner hielt den Nachschuss von Krause jedoch hervorragend. Im Anschluss übernahm die Landesliga-Reserve das Spielgeschehen und verpasste zweimal das Ergebnis zu erhöhen. Stratmeier setzte einen Kopfball an die Latte, Pötzinger verfehlte mit einem Freistoß das Tor nur knapp. Danach überschlugen sich die Ereignisse. Zunächst musste Spielertrainer Bugla nach wiederholtem Foulspiel das Spielfeld verlassen. Als drei Minuten später der Weidenberger Torhüter Wunderlich die rote Karte wegen Schiedsrichterbeleidigung sah, war die Partie für den Gast gelaufen. Kurz darauf erzielte Paul mit einem Flachschuss aus 20 Metern das vorentscheidende 2:0. Vor allem ab der zweiten Halbzeit entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Neudrossenfeld ließ Ball und Gegner laufen und schraubte das Ergebnis mit teils schön heraus gespielten Toren in die Höhe. Sieben verschiedene Spieler trugen sich letztendlich in die Torschützenliste ein. Aufgrund der Platzverweise hatte das Spiel nur wenig Aussagekraft, wobei sich Weidenberg diese Umstände selbst zuzuschreiben hat.


TSV Thurnau - TSV Neudrossenfeld II 1:1 (0:0)

Aufstellungen:

Thurnau: Buß, Küffner, Wiesch, Mönch, Schwarz, Bernard, Barth, Amschler, Pietka, Wohland, Stamm

AW: Seidel, Leykam, Larkow, K. Härtel

 

Neudrossenfeld: Grüner, Kallwies, Schönauer, Pötzinger, Heisinger, J. Kornetzke, Paul, Pereira, Stratmeier, Gogolok, Kühnert; AW: D. Greiner, S. Greiner, Neuss

 

Tore: 1:0 Wohland (62. Min), 1:1 Gogolok (76. Min)

 

Zuschauer: 150

 

Von Anfang an gingen beide Mannschaften engagiert zu Werke, weshalb der Spielfluss des öfteren durch Fouls unterbrochen wurde. Die ersten Chancen hatte Neudrossenfeld, als zunächst Kühnert nach schönem Zuspiel von Gogolok am "langen" Eck vorbei zielte. Kurz danach verfehlte ein strammer Schuss von Kallwies aus gut 25 Metern das Tor nur knapp. Im Anschluss verflachte die Partie etwas, wobei Thurnau die einzig nennenswerte Chance hatte. Ein abgefälschter Schuss von Barth landete vor den Füßen von Schwarz, sein Schuss aus ca. 13 Metern ging jedoch übers Tor. In der 32. Minute hatte Neudrossenfeld erneut die Chance zur Führung. Schönauer schlug eine Freistoßflanke auf den "langen" Pfosten, Pauls Direktabnahme landete jedoch am Pfosten. Kurz danach war es erneut eine Flanke, die die Thurnauer Hintermannschaft gewaltig in Not brachte. Der etwas unsichere Torhüter Buß konnte den Ball nicht fangen und wehrte ihn in die Luft ab, worauf er gefährlich von der Latte absprang und J. Kornetzke beim "Abstaubversuch" gerade noch gestört werden konnte. Die letzte Chance der ersten Hälfte hatte Pietka, sein Schuss verfehlte jedoch das Neudrossenfelder Gehäuse.

Die zweite Hälfte begann sehr mäßig, wobei sich beide Mannschaften im Mittelfeld neutralisierten. Diese Tiefschlafphase nutzte Thurnau jedoch besser, als sie nach einem Einwurf die Führung erzielen konnten. Wohland überraschte den Gäste-Torhüter Grüner mit einem haltbaren Schuss aus 25 Metern. In der 69. Minute hätte die Vorentscheidung fallen können, ein harter Schuss von Stamm aus 20 Metern knallte jedoch an die Latte. Diese Aktion war es jedoch, die Neudrossenfeld wieder "erwachen" ließ. Fortan bestimmte man wie bereits in der ersten Hälfte das Spielgeschehen und drängte auf den Ausgleich. Gogolok verlängerte per Kopf auf J. Kornetzke, dessen verunglückte Hereingabe am Pfosten landete. In der 76. Minute machte es Gogolok besser und schoss den Ausgleich für seine Mannschaft. Nach einer Flanke von Schönauer nahm er den Ball mit der Brust an und schob überlegt ein. In der 82. Minute dann der Aufreger des Spiels aus Neudrossenfelder Sicht. Wiederum nach einer Flanke brachte Paul den Ball mit dem Hinterkopf im Tor unter. Der Schiedsrichter wollte weit abseits des Geschehens jedoch ein Foulspiel erkannt haben. Eine klare Fehlentscheidung, die den Gästen am Ende den Sieg kostete. Der Schiedsrichter machte seine Sache dennoch ganz gut, auch wenn der ein oder andere Pfiff etwas kleinlich war. Neudrossenfeld hatte in Schönauer, Kallwies und Paul ihre besten Akteure. Bei Thurnau gefielen Wohland und Amschler.


TSV Neudrossenfeld - 1. FC Sand 0:0

TSV Neudrossenfeld: Küfner - Sudol, Zapf, Taubenreuhter, Partyka - Kempf (67. Adam), Lämmert, Engelmann, Heil, Nützel - Bauer (72. Gashi)

 

Tore: Fehlanzeige

 

Zuschauer: 286

 

Nur viel Pech verhinderte einen Sieg der Einheimischen, der mehr als verdient gewesen wäre. Zweimal stand bei einem Schlenzer von Bauer (12.) und einem Freistoß von Lämmert (25.) der Innenpfosten im Weg, schon kurz nach Beginn rettete Waltrapp bei einem Nützel-Schuss aus kurzer Entfernung auf der Linie für seinen bereits geschlagenen Schlussmann. Das war aber noch nicht alles: Bauer agierte dazwischen zu zaghaft und Sudol (15.) verfehlte bei einem seiner gefährlichen Vorstöße nur äußerst knapp. Nur sollte er sich da mal eher vom Ball trennen und den besser postierten Mitspieler einsetzen.

 

In den ersten 45 Minuten machte der TSV viel Druck gegen ein spielstarken Gegner aus dem ersten Tabellendrittel, zeigte viel Laufbereitschaft und auch gelungene Kombinationen. Man ließ den schnellen Unterfranken kaum eine Möglichkeit, lediglich Seufert sorgte in der 32. Minute für Gefahr, sein langer Ball trudelte aber am Tor vorbei. Nach dem Pausenpfiff konnte der Gast die Partie ausgeglichener gestalten, profitierte vom hohen Anfangstempo der Grünweisen. Dennoch lag der Chancenanteil wieder klar auf TSV-Seite: Bauer und Heil hatten das 1:0 vor den Füßen, letzterer zielte in der 65. Minute genau unter die Latte und der für den verletzten Nirsberger eingewechselte Muckelbauer vereitelte mit einer Glanzparade die Führung. Nochmals drohte den Unterfranken Ungemach, als Adam (70.) einen Freistoß von Sudol vorbeiköpfte und Gashi später um Zentimeter vorbeischob. Und dann hätten die Neudrossenfelder den einen Punkt mit der zweiten Sander Chance nachtrauern können, aber D. Klauer besaß nicht die Nerven für einen erfolgreichen Abschluss.

 

Für Gästetrainer Erwin Albert waren dann auch die mangelnden Torgelegenheiten der Grund, nicht besser abgeschnitten zu haben, „der Punkt schmeichelt uns etwas“. Neudrossenfeld habe vor der Pause großen Aufwand betrieben, sei dafür aber nicht belohnt worden. Heimcoach Detlef Hugel sah eine starke Leistung seiner Elf, „mit diesem Einsatz und dieser Einstellung sehe ich zuversichtlich in die nächsten Begegnungen. Vielleicht haben wir dann ein bisschen mehr Glück“. Die kompakte Heimelf besaß im erstmals wieder zusammen eingesetzten Team Zapf und Taubenreuther ein echtes Abwehrbollwerk, glänzend unterstützt von Partyka und Lämmert. Bauer rackerte unermüdlich, Heil blieb etwas blass. Bei Sand führte Kapitän Rinbergas Regie, war Dreh-und Angelpunkt. Auch Seufert, B. Hoff und Neudecker überzeugten. SR Scharf verdiente sich die Note 1.

 

 


FVgg Bayern Kitzingen - TSV Neudrossenfeld 0:0

TSV Neudrossenfeld: Küfner - Sudol, Zapf, Partyka, Werther - Kempf (45.+1 Adam), Lämmert, Engelmann, Hofmann (64. Taubenreuther), Nützel - Heil

 

Tore: Fehlanzeige

 

Zuschauer: 150

 

Fußball ist Ansichtssache. Es sind die umstrittenen Szenen, die im Gedächtnis kleben bleiben. Klitzekleine Ausschnitte oft, in denen sich ein Spiel entscheiden kann. Als Mario Schmidt im Strafraum in die Knie ging, blickte er fassungslos zum Schiedsrichter; der Kitzinger Anhang plärrte. Als Nico Kempf im Strafraum umfiel, blickte er fassungslos zum Schiedsrichter; der Neudrossenfelder Anhang plärrte. Als Bartosz Partyka im Strafraum erst Manuel Örtel und später Tolga Arayici auf den Boden beförderte, tat er unschuldig; der Kitzinger Anhang plärrte trotzdem. Drittliga-Schiedsrichter Benjamin Cortus, fürwahr ein guter Mann mit einer konsequenten, wenngleich liberalen Auslegung, sah in der 24., 30., 67. und 76. Minute keine elfmeterreife Fouls – Ansichtssache, denn in allen vier Fällen hatte es hinlänglich Körperkontakt gegeben. „Das waren keine elfmeterreifen Situationen“, meinte auch Kitzingens Trainer Thomas Latteier. Der Neudrossenfelder Detlef Hugel hielt die Eingriffe für anrüchig, fand es dann zumindest angemessen, „dass der Schiedsrichter auf beiden Seiten hat weiterlaufen lassen.“ Ansichtssache eben.

 

Die Gäste hatten über die gesamten neunzig Minuten die greifbareren Abschlusschancen. Das war unstrittig. Ein klitzekleiner Ausschnitt, in dem die öde wie torlose Landesliga-Einlage zwischen Bayern Kitzingen und dem TSV Neudrossenfeld ebenfalls hätte anders ausgehen können, reduzierte sich auf Zentimeter, eine geringe Fehlstellung des Fußes beim Tritt gegen den Ball vielleicht, als der auswärtige Steffen Taubenreuther dermaßen gegen den Innenpfosten schoss, dass das Leder die Torlinie entlang kugelte und am anderen Pfosten ins Aus rollte (70. Minute). „Das war ein glücklicher Punkt“, erkannte Latteier, nachdem seine Mannschaft nicht einen gefährlichen Schuss abgegeben hatte und Neudrossenfeld im zweiten Spielabschnitt sich ein wenig mehr befleißigt hatte. Mögen die Kitzinger in noch so vielen Kategorien nicht dem Standard der Liga genügen, auf der Torhüter-Position zeigt sich Woche für Woche ihre Premiumstellung: Stefan Röser, der 199-Zentimeter-Mann, lenkte nicht nur Felix Heils Schuss fliegend über das Gestänge (53.) und schloss die Beine, durch die ihm Steffen Taubenreuther das Leder schieben wollte (82.). Erst dank Rösers Handschuhspitzen war der Ball in jener 70. Minute an den Pfosten geprallt.

 

Ein Stück weit erschreckend war die Tatsache, dass die Bayern, ohne ihren Willen anzufechten, auf Offensivkraft verzichteten. Manuel Örtel, Tolga Arayici und Mario Schmidt, eigentlich für Sturm und Drang eingeteilt, konnten ihrer Bestimmung nicht gerecht werden. „Wir sind eben in unseren Möglichkeiten begrenzt“, sagte Thomas Latteier: „Aber in der ersten Hälfte haben wir in der Tat zu viel Respekt gezeigt.“ Über Standardsituationen zum Tor zu kommen, auf kapitale Fehler des Gegners und Zufallseffekte zu hoffen, ist gegenwärtig Kitzingens Handlungsrahmen. Alle drei Optionen ergaben sich am Samstag nicht. Die durchaus ballgewandten Neudrossenfelder bemühten sich, das Spiel zu beschleunigen und mit einem Kontakt zu kombinieren. „Ich war überrascht“, sagte Gäste-Trainer Hugel, „dass wir den Ball so oft ungestört annehmen konnten.“

 

Die lange praktizierte Zurückhaltung ließ sich an den Kitzingern Martin Schwab und Markus Baußenwein nachweisen. Die Mittelfeldspieler auf jenen Positionen, die im modernen Fußball als Doppelsechs firmieren, versteiften sich auf die Bewachung des eigenen Territoriums, ohne offensive Impulse auszusenden. „Es war schwierig, über die Mitte zu kombinieren“, sagte Baußenwein: „Der Platz ist hart und holprig. Draußen ist das nicht zu erkennen.“ Erst im zweiten Durchgang stieg das Zutrauen, dass im Wechsel Schwab und Baußenwein ihre Rollen mit mehr Schwung ausfüllten – freilich ohne Gefahr zu schaffen. Ein Kitzinger Qualitätssprung ist bei den für ein fehlerfreies Passspiel abträglichen Platzverhältnissen weiterhin nicht abzusehen.

 

Quelle: mainpost.de

 

 


TSV II - VFR Katschenreuth 1:3 (1:1)

Neudrossenfeld: Zinke – Schönauer, Pereira, Pötzinger, Seller, Heisinger, J. Kornetzke, Kühnert, Stratmeier, Taubenreuther, M. Stöcker;  AW: D. Greiner, S. Greiner, Neus

 

Katschenreuth: Michel – Baumgartner, Weiche, Fichtner, Wettermann, Scholz, Angermann, Dörfler, Passing, Meisel, Hoffmann;  AW: Peukert, Schirmer, Zenk

 

Tore: 1:0 M. Stöcker (5. Min), 1:1 Hoffmann (25. Min), 1:2 Hoffmann (64. Min),

           1:3 Hoffmann (71. Min)

 

Schiedsrichter: Pleier (SV Etzenricht)

 

Zuschauer: 150

 

Aufgrund zahlreicher Ausfälle trat Neudrossenfeld mit dem letzten Aufgebot an. Umso überraschender war die frühe Führung für die Heimmannschaft. Nach einem langen Ball von Pötzinger lief M. Stöcker allein auf den Katschenreuther Torhüter zu und netzte ein. Katschenreuth zeigte sich vom frühen Rückstand jedoch nicht geschockt. Im Gegenteil bestimmten sie ab sofort die Partie und ließen Ball und Gegner laufen. Neudrossenfeld war im Mittelfeld zu weit von den Gegnern entfernt und geriet in einigen Phasen mächtig unter Druck. Ein harter Fernschuss von Wettermann krachte an den Pfosten, ein Schuss von Scholz verfehlte nur knapp das Tor. Zuvor hatte Taubenreuther die Chance seine Mannschaft mit 2:0 in Führung zu bringen. Nach einem Solo über 40 Metern ging sein Schuss nur knapp am „langen“ Pfosten vorbei. In der 25. Minute konnte der VFR ausgleichen. Hoffmann blieb nach einem Zweikampf glücklich am Ball und schloss mit einem Schuss aus 20 Metern unhaltbar ab. Bis zur Halbzeit gestaltete sich die Partie wieder ausgeglichener, da Katschenreuth das hohe Tempo nicht halten konnte und Neudrossenfeld wieder aggressiver agierte. Kurz vor der Pause hatte J. Kornetzke zweimal die Möglichkeit auf 2:1 zu erhöhen. Er scheiterte jedoch kurz hintereinander mit zwei Kopfbällen am Gästetorhüter.

In der zweiten Halbzeit kam der TSV besser aus der Kabine und hatte erneute Möglichkeiten in Führung zu gehen. Kühnert und Pötzinger konnten ihre Schüsse jedoch nicht im Gästegehäuse unterbringen. Katschenreuth machte es besser und erzielte durch Hoffmann nach schönem Zuspiel von Peukert  das 1:2. Selbiger Spieler sorgte in der 71. Minute mit seinem dritten Treffer für die Vorentscheidung. Nach einem katastrophalen Fehlpass des TSV brachte wiederum Peukert den Ball zur Mitte, wo Hoffmann bei einer Grätschbewegung Glück hatte, dass der Ball ins Tor trudelte. Katschenreuth beschränkte sich ab sofort aufs Kontern, da Neudrossenfeld nochmal alles versuchte, den Anschlusstreffer zu erzielen. Bis auf eine Chance von Pötzinger kurz vor Schluss, waren die Bemühungen jedoch ohne Durchschlagskraft. Letztendlich geht der Katschenreuther Sieg in Ordnung. Sie hatten im zweikampfstarken und ballsicheren Dörfler sowie Hoffmann und Peukert ihre besten Akteure.

Bei Neudrossenfeld erreichte lediglich der lauffreudige Taubenreuther Normalform.

Der Schiedsrichter war bei einigen Entscheidungen etwas unsicher.

 

 


TSV Neudrossenfeld - DJK Don Bosco Bamberg 2:1 (1:0)

TSV Neudrossenfeld: Küfner - Sudol, Engelmann (79. Taubenreuther), Partyka, Werther (67. Grethlein) - Nützel, Kempf, Lämmert, Heil, Bauer - Gashi (31. Hofmann)

 

Tore: 1:0 Felix Heil (33.); 2:0 Felix Heil (59.); 2:1 Sandro Schöpplein (73.)

 

Zuschauer: 225

 

Der TSV Neudrossenfeld kann doch noch zu Hause gewinnen und bezeichnenderweise gegen eine Mannschaft im Vorderfeld. Nach kurzer Orientierung hellwach, zeigte sich der Gastgeber vor allem kämpferisch voll auf der Höhe, spulte ein enormes Laufpensum ab, dem später aber etwas Tribut gezahlt werden musste. Man gab keinen Zweikampf verloren, störte die technisch und spielerisch starken Bamberger bei jeder Ballaufnahme. Diese Konsequenz und der zweifache Torschütze Heil waren letztlich mit verantwortlich für den Erfolg.

 

Nach dem Anschlusstreffer, bei dem die Abwehr ein einziges Mal in der Partie zu lasch eingriff, begann dann doch noch das große Zittern. Denn nun stürmte Don Bosco mit aller Kraft, beschwörte einige brenzlige Situationen herauf, die jedoch mit vereinten Kräften vereitelt werden konnten. Dazu hätte es gar nicht kommen brauchen, viel Pech verhinderte eine klarere Führung. So traf der agile Heil zweimal (4. und 40.) mit einem Kopfball nur die Latte, Nützel (57.) und Hofmann (71.) verfehlten nur ganz knapp das Bamberger Gehäuse. Zudem hatte Gashi in der 17. Minute die größte Chance, vergab aus sieben Metern unbedrängt. Müller konnte zudem vor der Pause noch einen Schuss von Bauer  auf der Linie klären. Also die Chancenhäufigkeit lag klar bei den Platzherren. Trotz der Drangperiode in der letzten Viertelstunde kamen die Gäste zu keinen großen Möglichkeiten, aufopfernd warfen sich die Neudrossenfelder immer wieder dazwischen. Die beste Gelegenheit bot sich Don Bosco gleich nach Spielbeginn, der Schuss von Reißner (2.) zischte aber am Pfosten vorbei.

 

   Ein Tor des Monats gelang Heil, als er den Ball aus 20 Metern volley nahm und ihn unhaltbar zur Führung ins linke obere Dreieck drosch. Auch beim 2:0 nahm er genau Maß und vollendete perfekt. Die Elf von Coach Detlef Hugel hatte diesmal keinen schwachen Punkt, neben dem Torschützen machte noch Sudol mit seinen Flankenläufen auf sich aufmerksam, Partyka, Werther und Lämmert stabilisierten die Abwehr. Der quirrlige Bauer sorgte des öfteren für Gefahr. „Kompliment an meine Mannschaft“, drückte dann auch Coach Detlef Hugel seine Gefühle aus, „die haben gekämpft wie die Löwen“. Das hohe Tempo vor dem Halbzeitpfiff habe sich mit zunehmender Spieldauer ausgewirkt, „die letzten zehn Minuten mussten wir zu zehnt auskommen, weil sich Bauer verletzte und das Auswechselkontigent erschöpft war“. Die Moral habe durchwegs gepasst. Coach Georg Lunz auf der Gegenseite meinte, seine Akteure seien zu spät aufgewacht, sie hätten einen Punkt verdient. Dabei hatte er aber offensichtlich die Chancenverteilung vergessen. Beste DJK-Spieler waren Reck, Reißner und Kapitän Lauterbach. SR Scheuplein zeigte eine solide Leistung, gehörte zu den Besten auf dem Platz.

 

 


TSV Mistelbach - TSV Neudrossenfeld II 2:1 (1:0)

 

Mistelbach:

Köhler, Bayreuther, Herrmann, Parchent, Baumgärtner, Fiedler, Feilner, Lindthaler, Pusch, Pietzonka, Littig; AW: Vogel, Ansan, Hagen, Wagner, Dahms (ETW)

 

Neudrossenfeld:

Zinke, Schönauer, Böhm, Pötzinger, P. Kornetzke, Stratmeier, J. Kornetzke, Pereira, Kühnert,

K. Stöcker, Gogolok; AW: D. Greiner, S. Greiner, Heisinger

 

Tore: 1:0 Baumgärtner (21. Min), 1:1 Gogolok (48. Min), 2:1 Lindthaler (62. Min)

 

Zuschauer: 120

 

Schiedsrichter: Gründel

 

Über weite Strecken des Spiels sahen die Zuschauer auf der Mistelbacher Sportanlage eine Partie, die nur selten Kreisliga-Niveau erreichte. Beide Mannschaften leisteten sich vor allem im Spielaufbau zahlreiche Abspielfehler und Konzentrationsschwächen, so dass die jeweiligen Chancen meist aus Fehlern des Gegners resultierten.

 

Nach müdem Beginn ging Mistelbach quasi "aus dem Nichts" in Führung. Einen langen Eckball von Lindthaler konnte Baumgärtner an der Strafraumkante in aller Ruhe annehmen. Etwas Nachsetzen mit der "Picke" reichte aus, um den Ball im langen Eck des Neudrossenfelder Tores unterzubringen. In der 29. Minute war es wiederum Baumgärtner der die Chance hatte, seine Mannschaft mit 2:0 in Führung zu bringen. Nach einem Neudrossenfelder Eckball konterte Mistelbach und Baumgärtner lief allein auf Zinke zu, dieser hielt jedoch hervorragend.

 

Eine ähnliche Gelegenheit bot sich Stratmeier in der 38. Min. Nach einem langen Ball verlängerte Gogolok per Kopf auf Stratmeier. Aber auch er konnte den Alleingang auf den Mistelbacher Torhüter nicht erfolgreich abschließen. Die Pausenführung für Mistelbach ging somit in Ordnung.

 

Die zweite Halbzeit hatte etwas mehr Chancen zu bieten. Die erste gute Möglichkeit hatte Mistelbach. Nach Flanke von Pusch köpfte Pietzonka aus wenigen Metern, Zinke konnte den Ball jedoch abwehren. Im Gegenzug gelang Neudrossenfeld der Ausgleich. Aus einem "Gestocher" heraus kam Gogolok im Strafraum an den Ball und netzte aus 11 Metern unhaltbar ein. Der Ausgleich brachte jedoch wenig Aufwind in der Neudrossenfelder Mannschaft. Viel mehr war es Mistelbach die nun mehr aufwachten und ansatzweise Fußball spielten, wie man es von einem Tabellenführer erwartet. Durch bessere Kombinationen und schnellem Passspiel zwangen sie Neudrossenfeld zu mehreren Fouls und kamen so zu der ein oder anderen Chance per Standard-Situation. Lindthaler prüfte Zinke mit einem direkten Freistoß. Nur zwei Minuten später scheitere Littig mit einem wuchtigen Kopfball am starken Neudrossenfelder Torhüter. In der 62. Minute war jedoch auch Zinke machtlos. Nach einer unglücklichen Abwehraktion landete der Ball genau vor Lindthalers Füßen. Dieser zirkelte den Ball überlegt ins linke Toreck und brachte seine Farben somit in Führung. In der 70. Minute hatte Gogolok den Ausgleich auf dem Fuß. Er lief allein auf Mistelbachs Köhler zu und wurde etwas unsanft vom Ball getrennt. Mistelbach hätte sich in dieser Situation über einen Elfmeterpfiff nicht beschweren müssen, er blieb jedoch aus. In der Schlussphase löste Neudrossenfeld die Abwehr auf und versuchte noch einen Punkt zu ergattern. Dadurch hatte der Tabellenführer Möglichkeiten das Spiel vorzeitig zu entscheiden, Zinke oder der Pfosten standen hierbei jedoch im Weg. Fast hätte es sich gerächt als mehrere Neudrossenfelder in der Nachspielzeit eine Hereingabe von K. Stöcker nur knapp verpassten. Letztendlich ein verdienter Sieg des TSV Mistelbach, die in Lindthaler, Littig und Pusch ihre besten Akteure hatten. Bei Neudrossenfeld überzeugte der starke Torhüter Zinke.

 

Der Schiedsrichter hatte bei seinen Entscheidungen nicht immer ein glückliches Händchen.

 

 


1. FC Creußen - TSV II 2:3 (0:1)

Creußen:

Hertel, Bachmann, Schick, Freiberger, Gäbler, Eckart, Pöhlmann, S. Koch, Abraham, A. Koch, Zaccaria; AW: Küspert, B. Koch

 

Neudrossenfeld:

Grüner, Schönauer, Kallwies, P. Kornetzke, Pötzinger, J. Kornetzke, Kempf, M. Stöcker, K. Stöcker, Kühnert, Pereira; AW: Stratmeier, Heisinger, D. Greiner; S. Greiner (ETW)

 

Schiedsrichter: Vranek (TSV Lichtenberg)

 

Tore: 0:1 Kühnert (27. Min), 0:2 K. Stöcker (60. Min), 1:2 Pöhlmann (78. Min),

           1:3 Stratmeier (87. Min), 2:3 Abraham (90. + 3 Min)

 

 

Beide Mannschaften begannen engagiert und druckvoll. Dadurch entwickelte sich in den ersten 25 Minuten eine ausgeglichene, kampfbetonte Partie, wobei sich beide Teams Chancen erspielten. Der Creußener Abraham (3. Min) und K. Stöcker (TSV, 7. Min) verpassten jedoch Hereingaben ihrer Mitspieler knapp. In der 27. Minute folgte die Führung für Neudrossenfeld. Kühnert wurde mit dem Rücken zum Tor angespielt, drehte sich und schob überlegt aus 14 Metern ins lange Eck ein.

Im Anschluss übernahm Neudrossenfeld die Spielkontrolle und drängte aufs zweite Tor. Kühnert prüfte den Creußener Torhüter mit einem Aufsetzer aus 20 Metern, M. Stöcker verwandelte einen Eckball beinahe direkt, scheiterte jedoch am "kurzen" Pfosten. Eine Minute später war es wiederum M. Stöcker, der nach einem langen Ball plötzlich allein vor dem Torhüter stand. Er und sein Mitspieler Kempf behinderten sich jedoch gegenseitig, weshalb er beim Abschluss am Pfosten scheiterte. In der Schlussphase der ersten Hälfte hätte Creußen noch zum Ausgleich kommen können. TSV-Torwart Grüner blieb jedoch Sieger, als Zaccaria nach einem Alleingang aus spitzem Winkel einnetzen wollte. Zusätzlich rettete die Latte nach Direktabnahme von Abraham, weshalb Neudrossenfeld mit einer etwas schmeichelhaften Führung in die Halbzeit ging.

Nach der Pause übernahm der TSV wieder das Zepter. J. Kornetzke ging für Pötzinger auf die Libero-Position, da dieser ab sofort als Sturmspitze agierte. Fast hätte er die Führung seiner Mannschaft nach schönem Zuspiel von Kühnert erhöht, Hertel hielt seinen Schuss aus 16 Metern jedoch mit einer tollen Parade. In der 60. Minute dann das 0:2 für Neudrossenfeld. Abermals war es der gut aufgelegte Kühnert, der im Mittelfeld den Ball eroberte und auf K. Stöcker passte. Anders als im Zeitungsbericht behauptet (hier war von einer Fehlentscheidung mit anschließendem Freistoßtor die Rede), erhöhte er die Führung seiner Mannschaft mit einem unhaltbaren, wuchtigem Linksschuss aus gut 25 Metern.

Anschließend stellte Neudrossenfeld das Fußball spielen etwas ein und überließ Creußen zu viele Räume im Mittelfeld. Dies nutzte der starke Spielmacher der Gastgeber, A. Koch, indem er den Ball herrlich auf Pöhlmann "durchsteckte" und dieser einschob. Die TSV-Mannschaft ließ sich durch den Anschlusstreffer nicht schocken und spielte nun wieder nach vorne. Creußen löste in Hoffnung auf den Ausgleich seine Defensive fast vollständig auf, weshalb Stratmeier nach schönem Zuspiel von Kempf das vorentscheidende und viel umjubelte 1:3 markierte.

In der Nachspielzeit gelang Creußen noch etwas "Ergebniskosmetik". Abermals bediente A. Koch, Dreh- und Angelpunkt des Creußener Spiels, seinen Mitspieler Abraham mit einem genialen Pass. Der erfolgreiche Torabschluss war nur noch Formsache.

Beste Neudrossenfelder waren Kühnert und Kempf sowie die zweikampfstarken Schönauer und P. Kornetzke.

Der Schiedsrichter leitete gut, verlor in der hektischen Schlussviertelstunde jedoch etwas die Übersicht.

 

 

 


TSV Neudrossenfeld - DVV Coburg 0:3 (0:1)

TSV Neudrossenfeld: Küfner - Sudol, Zapf, Ludwig, Partyka - Hofmann (57. Gashi), Nützel (73. Nützel), Engelmann (59. Taubenreuther), Heil, Lämmert - Bauer

 

Zuschauer: 286

 

So konsterniert hat man Neudrossenfelds Trainer Detlef Hugel schon lange nicht mehr gesehen. Er wollte diesmal keinen Kommentar abgeben, zu sehr hatten ihn seine Schützlinge enttäuscht. Und das kann man verstehen, denn die Einheimischen waren über weite Strecken der Begegnung indisponiert, brachten überhaupt nichts zustande, es dauerte bis zur 33. Minute, ehe Bauer erstmals den Gästekeeper mit einem Kopfball prüfte. Ohne jedes Konzept und teils lustlos agierte der TSV, verlor die Mehrzahl der Zweikämpfe, von einem Kombinationsspiel war nichts zu sehen. Die Pässe landeten oft beim Gegner oder im Aus. Symptomatisch für das Match: Das 0:1 für die Gäste fiel bereits in der 5. Minute, wobei die Abwehr nahezu tatenlos zusah, als Reich einschob. Der 5:1-Auswärtssieg der Grün-weißen vor einer Woche muss ihnen zu Kopf gestiegen sein, sie unterschätzten offensichtlich den Gegner, der sich dafür mit einer feinen Leistung bedankte. Coburg fightete um jeden Ball, kämpfte unverdrossen und hatte in puncto Schnelligkeit einiges voraus. Reich hätte bereits in der 55. Minute für eine Vorentscheidung sorgen können, verstolperte aber allein vor dem leeren Kasten. Die beste Chance für den TSV bot sich freistehend Nützel (34.), er besaß aber nicht die Nerven zu vollenden. Gleich nach der Pause kam Sudol in Tornähe frei zum Schuss, was aber in einem Querschläger endete. Man hatte nie das Gefühl, dass der TSV die Partie noch einmal wenden könnte, dazu fehlte an diesem Tag einfach das Können. Das 0:2 und 0:3 resultierte aus schnellen Kontern gegen die weit aufgerückte TSV-Abwehr, die hilflos den beiden Toren zusehen musste. In der heimischen Elf erreichte kein Akteur Normalform, im Neudrossenfelder Lager hofft man nun, dass dieser desolate Auftritt eine Eintagsfliege war. Anders die Coburger, die überschwänglich die nicht erhofften drei Punkte feierten. Jeder Spieler von ihnen wusste, um was es ging, kämpfte mit vollem körperlichen Einsatz. Aus der homogenen Elf ragten noch Reich, Stahnke und Schuberth heraus. Der Coburger Coach Stefan Braungardt freute sich zurecht über den couragierten Auftritt seiner Männer, „keiner gab einen Ball verloren, setzte ständig nach“. Aus den Konterchancen hätte man mehr machen können, da fehle noch die Erfahrung in der jungen Mannschaft, diagnostizierte er. Schiedsrichter Burlein leitete unauffällig.


SV Memmelsdorf - TSV Neudrossenfeld 1:5 (0:5)

TSV Neudrossenfeld: Küfner - Sudol (64. Werther), Zapf, Ludwig, Partyka - Hofmann, Nützel, Engelmann, Heil (68. Stöcker), Lämmert - Bauer (69. Gashi)

 

Tore: 0:1 Christoph Bauer (26.); 0:2 Patrick Sudol (34.); 0:3 Felix Heil (38.); 0:4 Hannes Nützel (41.) 0:5 Lorenz Hofmann (45.); 1:5 Pitzer (55.)

 

Zuschauer: 150

 

Der SV Memmelsdorf war im ersten Spiel nach der Winterpause völlig von der Rolle. Die Mannschaft wurde teilweise vorgeführt, erlebte innerhalb von zehn Minuten vor dem Halbzeitpfiff ein Debakel, als die Gäste die Abwehr der Memmelsdorfer  einfach zerlegte und vier Treffer (!) in diesem Zeittakt erzielten. Die Gastgeber hatten da einfach nichts dagegenzusetzen. Der TSV erzielte in diesem  Abschnitt noch einen Lattenkracher und Bauer scheiterte nach einem Solo, er spazierte durch die Abwehr, an TW Bergmann. Beide Teams sortierten zu Beginn erst einmal, versuchten Sicherheit ins Spiel zu bringen. Dies gelang in Gegensatz zu Memmelsdorf dem TSV viel besser, sie wollten die Gastgeber nicht ins Spiel kommen lassen. Die Gäste stellten sich keinesfalls hinten rein, sondern orentierten sich mit laufender Spielzeit immer mehr nach vorne. Der Eindruck entstand, als spiele der TSV zuhause. Der SVM fand keine Antwort, spielte planlos, kopflos, ohne gute Ideen aus dem Mittelfeld. Der Strafraum vor TW Küfner war verwaist, da verirrte sich kein Stürmer. Keine einzige Torchancen im ersten Abschnitt. Schon vor dem Führungstreffer sah man, dass die Gäste gewillt waren, die Negativserie zu beenden. Nützel und Bauer hatten die ersten Chancen. Der Führungstreffer fiel dann in der ersten Druckphase der Gäste. In der 26. Minute eine Hereingabe von Nützel, eine Abwehr in den Fuß von Bauer, der reagierte schnell und schoss ein. Aber auch der Rückstand weckte  den SVM nicht aus ihrer Lethargie. Kein großes Aufbäumen, kein Schwung und kein Bemühen, das Spiel in die Hand zu bekommen. Stattdessen dann der große Einbruch. Das Drama nahm seinen Lauf. 34. Minute: Eckball, Sudol steigt hoch, wird nicht bedrängt und köpft zum 0:2 ein. Vier Minuten später, Memmelsdorf hat sich noch nicht erholt, das 0:3. Eine Hereingabe von links, Heil braucht nur noch den Fuß hinhalten. So einfach wurde das den Stürmern gemacht. Im kurzen Abstand bis zur Pause noch zwei weitere Treffer. Die Abwehr des SVM völlig aufgelöst, schaute einfach nur zu wie Nützel und Hofmann den Vorsprung mühelos auf fünf Tore ausbauten. Nach der Pause verhinderten die Memmelsdofer weitere Gegentreffer, aber es gelang nicht der Umschwung. Die Gäste steckten im Offensivdrang zurück, sicherten mehr und mehr das Ergebnis und hatten trotzdem noch zwei gute Konterchancen. Den Gastgeber gelang dann in der 55. Minute der einzige Treffer. Pitzer zirkelte einen Freistoß aus 20 Meter ins Tordreieck. Das Spiel plätscherte dann dahin. Den Memmelsdorfern gelang es einfach nicht, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Trainer Spath tief enttäuscht: "Es hat an alllen Ecken und Enden gefehlt. Die Unruhe von Außen hat sich auf die Mannschaft ausgewirkt. Wir haben dann wenigstens in der zweiten Halbzeit das Spiel ruhig zu Ende bringen können." Gästetrainer Detlef Hugel strahlte über das ganze Gesicht. Ihm hatte vorallem die Chancenverwertung gefallen, das war die Mannschaft eiskalt: "Wir haben viel Druck ausgeübt, schöne Tore erzielt. Dies war in letzter Zeit unser großes Manko."        

 

Quelle: SV Memmelsdorf

 

 


TSV II - TSV Bindlach 2:0 (1:0)

Neudrossenfeld:

Zinke, Schönauer, Böhm, Pereira, Pötzinger, J. Kornetzke, Stratmeier, P. Kornetzke, K. Stöcker, Kühnert, Adam; AW: Wilfert, Seller, Macht;

 

Bindlach:

Schobert, Masson, Maisel, Kohlschmidt, Hahn, Dörfler, Graef, Aiblinger, Hofmann, Kögler, A. Begu; AW: Gaevert, MCLean, Kantelhardt;

 

Schiedsrichter: Motschenbacher (SV Zückshut)

 

Tore: 1:0 Pereira (14. Min), 2:0 J. Kornetzke (63. Min)

 

Zuschauer: 70

 

 

Neudrossenfeld begann die Partie druckvoll und ging energisch in die Zweikämpfe. Man hatte durch diese Spielweise viel besser ins Spiel gefunden als der Gegner aus Bindlach.

Nach zehn Minuten hatte der Gastgeber dann auch die erste Chance, als Adam mit einem Schuss aus 20 Metern das Tor knapp verfehlte. Die nächste Neudrossenfelder Chance führte zur Führung, als Pereira nach einem Eckball per Volleyschuss abzog und ins lange Eck traf.

Mit dem stärker einsetzenden Regen lebte die Begegnung mehr vom Kampf und wurde hitziger. Bis zur Halbzeit kam lediglich Neudrossenfeld noch zu einer Möglichkeit, als Gästetorhüter Schobert einen Schuss von Kühnert gut hielt.

In der zweiten Halbzeit kam Bindlach besser aus der Kabine. Das Spiel nahm wieder an Fahrt auf, weil sich nun auch der Gast daran beteiligte. Die „Bären“ machten ordentlich Druck und hatten nun mehr vom Spiel, so kamen sie in der 50. Minute auch zu ihrem ersten Torschuss in der Partie. Kögler prüfte Zinke aus 20 Metern, der hielt jedoch sicher. In der Bindlacher Drangphase dann das wichtige 2:0 der Einheimischen. Ein herrlicher Seitenwechsel von Kühnert kam bei Stratmeier an, dieser legte den Ball quer, so dass J. Kornetzke nur noch einschieben brauchte. Durch das Tor kam Neudrossenfeld wieder zurück ins Spiel, da man nun auch die Zweikämpfe wieder besser annahm. In der 79. Minute hätte Kühnert alles klar machen können, er scheiterte jedoch nach schönem Zuspiel von Adam am Gästetorhüter.

In der Schlussphase hätte der Gast die Begegnung nochmals spannend machen können. Nachdem Zinke einen Schuss von Dörfler hervorragend parierte, sprang der Ball vor dem Tor auf, Maisel köpfte jedoch aus 3 Metern am leeren Tor vorbei.

Es blieb somit beim verdienten Sieg der Heimelf, da sie sowohl kämpferisch als auch läuferisch eine stärkere Vorstellung boten als der Gast. Neben dem guten Libero Pötzinger überzeugte Schönauer mit einer starken Vorstellung. Er nahm den schwachen Gästetorjäger Hofmann komplett aus dem Spiel. Bindlach enttäuschte auf der ganzen Linie.

Das Schiedsrichtergespann leitete die auf glitschigem Boden teils hart geführte Partie sehr gut.

 


TSV II - TDC Lindau 1:0 (0:0)

Neudrossenfeld:

Grüner, J. Kornetzke, Ferber, Böhm, Nützel, Hofmann, P. Kornetzke, Stratmeier, K. Stöcker, Kühnert, Adam; AW: Wilfert, Schönauer, Pereira, Pötzinger;

 

Lindau:

Weith, Kauper, Pfeiff, Hofmann, Weith, Schaller, Böhner, Meisel, Köstner, Müller, Ulrich;

AW: Geiger, Bauernfeind, Wunderlich;

 

Schiedsrichter: Maußner (TSV Brand)

 

Zuschauer: 120

 

Tore: K. Stöcker (50. Min.)

 

Neudrossenfeld begann druckvoll und hatte durch zwei Schusschancen von Adam die Chance zur frühen Führung. Lindau ließ sich jedoch nicht beeindrucken und hätte in der Folge in Führung gehen müssen. Erst landete ein abgefälschter Schuss von Hofmann auf der Latte, anschließend köpfte Meisel aus drei Metern freistehend den Ball am Tor vorbei.

Die nächste Chance gehörte jedoch wieder dem TSV. Stratmeier startete in der eigenen Hälfte ein herrliches Solo über 70 Meter, beim Abschluss verließen ihn jedoch die Kräfte.

Bis zur Halbzeit verflachte die Partie immer mehr. Lediglich Lindau hatte noch eine Chance, als Müller einen hohen Ball in Richtung Tor schlug, weil Grüner hinaus geeilt war. Er konnte im Rückwärtsgang den Ball gerade noch über die Latte lenken.

Auch die zweite Halbzeit begann schwungvoll. Lindau hätte in Führung gehen können, als Stratmeier aus kürzester Distanz der Ball ans Schienbein geschossen wurde und von dort weiter an den Pfosten des eigenen Gehäuses rollte.

Quasi im Gegenzug setzte sich Adam herrlich über links durch und flankte auf K. Stöcker. Dieser schloss akrobatisch im grätschen mit seinem schwächeren rechten Fuß zum 1:0 ab.

Sein Tor brachte ihm sichtlich Auftrieb, so dass er mit zwei weiteren Chancen die Führung in die Höhe hätte schrauben können, er scheiterte jedoch beide Male am guten Gästetorhüter Weith. Ab der 60. Minute gab Neudrossenfeld unverständlicherweise das Spiel aus der Hand. Die Trimmer starteten Angriff auf Angriff, erarbeiteten sich aber keine zwingenden Chancen. Dies hätte sich fast gerächt, als sich wiederum K. Stöcker schön durchsetzte und den Ball auf Kühnert quer legte. Dieser tauchte alleine vor Weith auf, vergab jedoch die Vorentscheidung kläglich. Kurz vor Schluss hatte Lindau dann aber doch noch die Möglichkeit zum Ausgleich. Kurz hintereinander scheiterten Ulrich und Kauper nach einem „Gestocher“ aus einem Meter an Grüner.

Über die gesamte Spieldauer gesehen ein glücklicher Sieg der Heimmannschaft. Neudrossenfelds Beste waren Libero J. Kornetzke, Schönauer und der laufstarke Hofmann.

Bei Lindau gefielen Torhüter Weith und Meisel.

Das Schiedsrichtergespann lag bei einigen Entscheidungen in einer teils hektischen und nicht einfach zu leitenden Begegnung nicht immer richtig. Die Gesamtleistung geht jedoch in Ordnung.


SV Lindenhardt - TSV II 1:0 (1:0)

Neudrossenfeld:

Grüner, Schönauer, Böhm, Seller, Wilfert, J. Kornetzke, Stratmeier, Pereira, K. Stöcker, Kühnert, P. Kornetzke; AW: Fischer, Pötzinger

 

Lindenhardt:

Failner, J. Wolfring, A. Popp, Kögel, Fuchs, Pohler, Wiesmeth, Zeilmann, Lodes, S. Kuboth, M. Wolfring; AW: Sanchez-Lorenzo, M. Kuboth, T. Popp

 

Zuschauer: 70

 

Tore: 1:0 Kögel (43. Min)

 

Neudrossenfeld konnte trotz eines Samstagsspiels der 1. Mannschaft lediglich zwölf Feldspieler aufbieten. Trotz der Personalsituation ist eine derart schwache Leistung, wie sie in Lindenhardt gezeigt wurde, aber nicht zu entschuldigen.

Von Anfang an zeigte Lindenhardt mehr Leidenschaft, Kampf und Biss. Dementsprechend gewannen sie auf dem rutschigen Geläuf zahlreiche Zweikämpfe und setzten besser nach.

So war es auch nicht verwunderlich, dass Neudrossenfeld in der ersten Halbzeit lediglich einen Torschuss verbuchen konnte, als P. Kornetzke nach 35 Minuten den Heimtorwart mit einem harmlosen Schuss prüfte.

Lindenhardt hatte zahlreiche, jedoch nicht immer zwingende Chancen. Oftmals landete der Ball nach Schussversuchen im angrenzenden Wald. In der 43. Minute war es dann aber soweit. Nach einem schönen Angriff über die linke Seite flankte A. Popp herrlich auf Kögel. Dieser vollendete mit einem Flugkopfball aus 5 Metern ins Neudrossenfelder Gehäuse zur verdienten und überfälligen Führung der Heimelf.

In der zweiten Halbzeit bot sich den Zuschauern weiterhin das gleiche Bild. Neudrossenfeld harmlos in der Vorwärtsbewegung, Lindenhardt mit Pech oder Unvermögen im Abschluss.

Oftmals scheiterten sie auch am guten Schlussmann Grüner.

Ab der 70. Minute wurde das Neudrossenfelder Spiel aber besser. Coach Pötzinger setzte alles auf eine Karte. Er brachte mit sich und den schon zur Halbzeit gekommenen Fischer zwei neue Sturmkräfte, außerdem zog er J. Kornetzke von der Libero-Position ab, ins zentrale Mittelfeld. Durch diese Maßnahme ging ein Ruck durch die Mannschaft, die nun angeführt von Mittelfeld-Motor J. Kornetzke zielstrebiger nach vorne spielte.

Und plötzlich kam man auch zu Torchancen. Fischer scheiterte zweimal nach Standardsituationen mit Schüssen aus der Drehung. Die größte Chance zum Ausgleich bot sich dann aber J. Kornetzke. Nach schönem Zuspiel von Pötzinger, schob er den Ball aus 5 Metern jedoch am Tor vorbei.

In der Folge hatte Neudrossenfeld keine nennenswerte Chance mehr. Kurz vor Schluss verhinderte Grüner sogar noch das 2:0, als er einen Kopfball von Wiesmeth aus kürzester Distanz mit dem Schienbein abwehrte.

Über die komplette Spieldauer ein verdienter Sieg der Heimelf, bei denen J. Wolfring und Kögel herausragten. Bei Neudrossenfeld erreichten lediglich Grüner und J. Kornetzke Normalform. Das Schiedsrichtergespann leitete die Partie gut.


TSV II - SC Altenplos 1:2 (1:1)

Neudrossenfeld:

Grüner, Schönauer, Ferber, P. Kornetzke, Paul, J. Kornetzke, Hofmann, Pereira, K. Stöcker, Kühnert, Neus, AW: Böhm, Wilfert, Seller, Pötzinger;

 

Altenplos:

Kasel, Schönauer, Wallochny, Stellmacher, Holl, Heimrath, T. Füßmann, P. Füßmann, Tröger, Sajaia, Bogatscher, AW: Lettieri, Rauh, Buck, Weber

 

Zuschauer: 210

Schiedsrichter: Thiele (DJK Gebensbach)

 

Tore: 0:1 T. Füßmann (12. Min), 1:1 Hofmann (27. Min), 1:2 T. Füßmann (73. Min)

 

Nach anfänglichem Abtasten nahm die Partie an Fahrt auf. Die erste Chance des Spiels führte auch gleich zur Führung der Gäste. T. Füßmann lief 40 Meter quer über das Spielfeld ohne angegriffen zu werden. Er ließ sich nicht zweimal bitten und zog mit seinem linken Hammer aus 25 Metern ab. Den stark flatternden Ball konnte Grüner nicht abwehren.

Neudrossenfeld wachte durch das Gegentor auf und hatte durch K. Stöcker und Hofmann die nächsten Torgelegenheiten. Hofmann war es dann auch, dem der Ausgleich gelang, als er an den Ball kam und sein Schuss leicht abgewälscht zu einer Bogenlampe wurde und im oberen rechten Tordreieck einschlug.

Bis zur Halbzeit neutralisierten sich beide Mannschaften, hatten jedoch noch die ein oder andere Möglichkeit.

In der zweiten Hälfte merkte man Neudrossenfeld das kräfteraubende Donnerstagspiel sichtlich an. Man konnte nicht mehr so dagegen halten wie noch in der ersten Halbzeit, so dass Altenplos zu zahlreichen Chancen kam. Diese wurde jedoch alle vom starken TSV-Schlussmann Grüner vereitelt.

In der 73. Minute musste sich Grüner jedoch geschlagen geben, als es erneut Spielertrainer Füßmann gelang, ihn mit einem Hammer aus 35 Metern in den Winkel zu überwinden.

Gleich darauf schwächte sich Neudrossenfeld selbst, als K. Stöcker nach wiederholtem Foulspiel korrekterweise das Spielfeld verlassen musste.

Die Landesliga-Reserve mobilisierte jedoch trotz Unterzahl nochmals alle Kräfte und hätte mit ein wenig mehr Glück den Ausgleich schaffen können. Altenplos hatte in der Schlussphase lediglich noch eine Chance, als Lettieri mit einem Freistoß aus 17 Metern an Grüner scheiterte.

Neudrossenfeld bot eine kämpferisch starke Vorstellung, hatte in den Offensivaktionen jedoch zu wenig Durchschlagskraft. Stärkste Akteure waren der überragende Grüner, sowie die zweikampfstarken P. Kornetzke und Ferber.

Bei Altenplos konnte lediglich Spielertrainer Füßmann überzeugen. Neben seinen beiden Toren stand er auch sicher im Abwehrverbund und lenkte gekonnt das Spiel von hinten heraus. Ansonsten trat Altenplos nur selten wie eine Spitzenmannschaft auf und war ausschließlich bei Standardsituationen gefährlich.

Das Schiedsrichtergespann hatte das hart umkämpfte Derby in mehreren Situationen nicht richtig im Griff.


SpVgg Selbitz - TSV Neudrossenfeld 1:0 (0:0)

TSV Neudrossenfeld: Küfner - Sudol, Zapf, Taubenreuther, Werhter - Rau, Partyka, Lämmert, Nützel (50. Schumann) - Bauer (70. Gogolok), Gashi (50. Paul)

 

Tore: 1:0 Florian Hohberger (74.)

Zuschauer: 335

Rote Karte: David Rau (75./TSV/grobes Foulspiel)

Gelb-Rot: Frank Zapf (85./TSV/wiederholtes Foulspiel)

 

Spielbericht folgt!!!


TSV II - Saas Bayreuth II 1:1 (1:1)

Neudrossenfeld:

Zinke, P. Kornetzke, Ferber, Pereira, Hahn, J. Kornetzke, Schumann, Hofmann, K. Stöcker, Kühnert, Wilfert; AW: Seller, Neus, Schönauer, Pötzinger;

 

Bayreuth:

Spindler, Goebel, Saalfrank, D. Weber, Knappe, Will, Engelbrecht, Guhl, M. Weber, Preiss, Nsabimana; AW: Kühnlein, Zimmermann, Lewis;

 

Schiedsrichter: Dietz (FC Kronach 08)

 

Tore: 0:1 M. Weber (9. Min), 1:1 K. Stöcker (18. Min)

 

Zuschauer: 100

 

Eine hervorragende Kreisliga-Partie mit hohem Tempo sahen die Zuschauer beim Flutlicht-Duell der Reserve-Mannschaften.

Beide gingen hochmotiviert ins Spiel und führten über die komplette Spielzeit intensive Zweikämpfe.

In der Anfangsphase hatte Neudrossenfeld nach zwei Eckbällen die Chance zur Führung, als sowohl K. Stöcker als auch P. Kornetzke mit Schüssen das Gästegehäuse nur knapp verfehlten.

Das Spiel ging jedoch hin und her, so dass die nächsten Chance Saas Bayreuth gehörten. Eine davon führte zur Führung der Gäste, als M. Weber den Ball nach einem Flankenwechsel geschickt mitnahm und den Ball einschob.

Neudrossenfeld zeigte sich jedoch wenig beeindruckt und markierte durch K. Stöcker den Ausgleich, als er nach schönem Zuspiel von Schumann allein auf den Gästetorhüter zulief und die Kugel ins Netz hämmerte.

Nach einer halben Stunde wurde das Tempo etwas langsamer, jedoch hatten beide Mannschaften noch Chancen in Führung zu gehen.

In der zweiten Halbzeit begann Neudrossenfeld besser und hätte durch Kühnert in Führung gehen müssen. Er vergab jedoch allein vor Torwart Spindler.

In der Folge hatte Bayreuth die besseren Chancen und hätte ebenfalls in Führung gehen müssen. M. Weber und Nsabimana vergaben jedoch die besten Gelegenheiten.

In der Schlussphase hatte Ferber den Siegtreffer für Neudrossenfeld auf den Fuß, seinen Schuss konnte Spindler gerade noch halten.

Aufgrund des Spielverlaufs und der Chancenverteilung war es jedoch ein gerechtes Remis.

Bei Neudrossenfeld gefielen J. Kornetzke und Kühnert aufgrund einer starken Laufleistung. Bayreuth hatte in Guhl und Nsabimana ihre besten Akteure.

Das Schiedsrichtergespann leitete die intensiv geführte Begegnung gut und ohne größere Fehler.


TSV Neudrossenfeld - TG Höchberg 2:3 (1:2)

TSV Neudrossenfeld: Küfner - Sudol, Zapf, Taubenreuther, Werther - Rau (55. Kempf), Partyka, Bauer (61. Paul), Nützel - Gogolok, Gashi

 

Tore: 1:0 Perparim Gashi (17.); 1:1  Pascal Bloemer (25.); 1:2 Pascal Bloemer (36.); 2:2 Perparim Gashi (65./Foulelfmeter); 2:3 Dominic Halbig (85.)

Zuschauer: 205

 

So nah liegen Sieg und Niederlagen zusammen: In der 83. Minute schloss Gashi einen Alleingang mit einem genau getimten Schuss ins linke untere Toreck ab, doch der Gästekeeper konnte mit seiner besten Tat den Ball gerade noch mit den Fingerspitzen um den Pfosten lenken. Im Gegenzug nutzten die Unterfranken einen schnellen Konter, Halbig stand völlig unbewacht und vollendete ungehindert..
Gegen den ungemein schnellen und laufstarken Gegner taten sich die Neudrossenfelder über weite Strecken schwer, bauten nach gutem Beginn ab. Erst nach der Pause fanden sie sich wieder und konnten die Begegnung besser bestimmen und einen starken Endspurt hinlegen. Bereits in der 10. Minute hatten die Gastgeber durch Gogolok und dem wieder genesenen Bauer zwei Großchancen, beide Male ging der Ball jedoch knapp am Kasten vorbei. Sudol (53.) verpasste und Gashi (80.), von Paul schön eingestzt, verfehlte um Zentimeter. Das 1:0 resultierte aus einer klasse Einzelleistung wiederum des zweifachen Torschützen und besten Akteurs auf dem Platz. Den an Gogolok verschuldeten Foulelfmeter verwandelte er ebenso gewohnt sicher.
Dass Neudrossenfeld sich die Möglichkeit zum Sieg oder Punktgewinn lange offenhielt, verdankte man Schlussmann Küfner, der zweimal hervorragend reagierte: Zuerst als er einen Gewaltschuss von Pickel tötete und danach einen Lupfer aus dem Dreieck über das Gehäuse hob. Insgesamt lieferten die Einheimischen eine ordentliche Partie ab, ein Unentschieden wäre gerechter gewesen. So sah es auch TSV-Coach Detlef Hugel, „es ist bitter in den Schlussminuten so verlieren zu müssen. Meine Mannschaft hat eine gute Leistung geboten“. Auf der Gegenseite meinte Trainer Martin Stöhr, dass der Sieg verdient war, weil Höchberg mit seinen Kontern torgefährlicher gewesen sei. Die drei Punkte hätten aber, so der Höchberger, beim Gast bleiben können, wenn die 83. Minute von Erfolg gekrönt worden wäre. Bei den Einheimischen passten Einsatz und Siegeswille, im Mittelfeld vermisst man aber weiterhin einen Lenker. In der gut besetzten Gästeelf war Rentzsch der überragende Mann, auch Barth und Blömer zählten zu den Besten. SR Fischer leitete korrekt.


SV Röhrenhof - TSV II 1:4 (0:2)

Neudrossenfeld:

Zinke, Hahn, Böhm, Ferber, Pereira, J.Kornetzke, Stratmeier, Wilfert, Schönauer, K. Stöcker, Adam; Kühnert, P. Kornetzke

 

Röhrenhof:

Riedelbauch, Pöhlmann, Nachtmann,

S. Zimmermann, B. Zimmermann, C. Seker, Schlemmer, Sauerstein, Bartoschek, Jungwirth, Mulzer; D. Sauerstein, Völkl, M. Seker

 

Tore: 0:1 Adam (FE, 17.), 0:2 Adam (33.), 0:3 Kühnert (FE, 58.), 0:4 Schönauer (83.), 1:4 Jungwirth (90.)

 

Zuschauer: 130

 

Neudrossenfeld tat sich anfangs schwer ins Spiel zu finden.Man musste sich erst auf das kleine, holprige Spielfeld einstellen. Folgerichtig hatte Röhrenhof nach sechs Minuten auch die erste Chance des Spiels. TSV-Torwart Zinke konnte den Ball nach einem hart getretenen Bartoschek Freistoß nicht festhalten. Die Nachschusschance konnte gerade noch durch einen TSV-Verteidiger vereitelt werden. Dies sollte in der ersten Halbzeit auch die einzige nennenswerte Chance der Gastgeber bleiben. Denn die Landesliga-Reserve fand anschließend immer besser ins Spiel und übernahm das Kommando. Die Führung der Gäste war somit eine logische Folge. Adam wurde an der Strafraumkante zu Fall gebracht und verwandelte den fälligen Elfmeter selbst.

Nach einer halben Stunde hatte K. Stöcker mit zwei Schüssen die Chance das Ergebnis nach oben zu schrauben. Er blieb jedoch glücklos. Neudrossenfeld machte aber druckvoll weiter und markierte das 0:2. Nachdem sich Pereira schön durchgesetzt hatte, spielte er den Ball in die Tiefe. Ein Röhrenhofer schlug aufgrund eines Platzfehlers über den Ball, so dass Adam allein vor dem Torhüter auftauchte und eiskalt abschloss. Kurz vor der Halbzeit hatte die Heimelf Glück, als ein Freistoß von Schönauer gerade noch über die Latte gelenkt wurde.

In der zweiten Halbzeit spielte weiter ausschließlich Neudrossenfeld. Gleich nach der Pause verfehlte ein Schuss von Stratmeier nur knapp das Tor. In der Folge bereitete vor allem K. Stöcker der Röhrenhofer Abwehr große Sorgen. Nachdem er mit einem Kopfball knapp gescheitert war, setzte er sich in der nächsten Aktion gegen zwei Verteidiger durch. Hierbei wurde er unsanft von den Beinen geholt, weshalb Kühnert per Foulelfmeter auf 0:3 erhöhen konnte.

Somit war die Vorentscheidung gefallen. Die Gästeelf spielte frei auf und hätte durch K. Stöcker mehrfach erhöhen können. Er scheiterte jedoch per Kopf, mit einem Fernschuss und selbst als er nach schönem Pass von Adam allein vor Torhüter Riedelbauch stand.

Da es mit dem Tore schießen nicht klappen sollte, zeichnete er sich jedoch als Vorbereiter aus. Nach einem Ballverlust von Röhrenhof spielte er an der Mittellinie den Ball herrlich in die Gasse. Schönauer konnte allein auf das Tor zulaufen und schob überlegt ein.

In der Schlussminute dann doch noch ein Treffer für die enttäuschende Heimelf. Jedoch half Gästetorhüter Zinke ein wenig mit. Unglücklich glitt ihm der Ball nach einem 30-Meter Freistoß auf Kopfhöhe durch die Hände. Der verdiente Neudrossenfelder Sieg hätte aufgrund der zahlreich vergebenen Chancen höher ausfallen können. Beste Spieler waren Hahn, Adam und K. Stöcker. Hahn räumte als Libero konsequent ab. Adam gefiel neben seinen zwei Toren aufgrund eines enormen Laufpensums. K. Stöcker zeigte vor allem in der zweiten Halbzeit eine starke Vorstellung, auch wenn der Torerfolg ausblieb. Ein Sonderlob verdient sich auch das hervorragend leitende Schiedsrichtergespann.

 

 


TSV Neudrossenfeld - ASV Rimpar 7:2 (4:1)

TSV Neudrossenfeld: Grüner - Ludwig, Zapf, Taubenreuther, Werther - Nützel, Hofmann, Partyka (63. Nelkel), Grethlein (50. Rau) - Gashi (56. Adam), Gogolok

 

Tore: 1:0 Florian Gogolok (20.); 2:0 Perparim Gashi (32.); 2:1 Hetterich (32.); 3:1 Florian Gogolok (38.); 4:1 Bartosz Partyka (45.); 5:1 Perparim Gashi (50.); 6:1 David Rau (60.); 6:2 Betzel (68.); 7:2 Florian Gogolok (89.)

Zuschauer: 186

 

Sieben Tore zum höchsten Landesliga-Sieg bisher muss man erst mal schießen, wenn auch der Gast gelegentlich ein bisschen die Konsequenz in der Abwehr vermissen ließ. Auch wenn Gästetrainer Rene Grimm von haarsträubenden Deckungsfehlern seiner Elf sprach, ganz so war das nicht. Alle Treffer entsprangen schönen Angriffen, waren sehenswert. Bei den ersten beiden zeichnete sich Grethlein als Vorbereiter aus, legte zum 2:0 einen sensationellen Spurt hin und dann eine feine Hereingabe. Ein genialer Trick von Gashi führte zum dritten Treffer durch den dreifachen Torschützen Gogolok, der seinen Torriecher unterstrich und stets goldrichtig stand. Dass dann Rau noch einen Alleingang erfolgreich abschloss und den Gästekeeper tunnelte, dann später Gogolok auf feinen Querpass von Adam nochmals überlegt vollendete, passte an diesem Nachmittag zum Geschehen. In der ersten halbe Stunde sah es nicht nach einem hohen Ergebnis aus, hatte doch der ASV die größeren Anteile und auch technische Vorteile. Im Abschluss waren aber die Schwächen unverkennbar. Nach dem Anschlusstreffer zum 2:1 unmittelbar nach dem 2:0 bekamen die Unterfranken nochmals Aufwind, der dann aber schnell wieder abflaute.

 

Beide Trainer legten ihren Mannschaften keine taktische Zwangsjacke an, die Akteure konnten offensiv und mit vielen Ballstafetten agieren. Aber wie gesagt, der TSV erwies sich als wesentlich effektiver. Fast jede sich bietende Chance genutzt, mehr kann man nicht erwarten. Die gesamte Elf war am Erfolg beteiligt, hinten stand die Abwehr sicher, im Mittelfeld zogen Ludwig und Partyka die Fäden, vorne entpuppte sich diesmal Gogolok als Star: Cool, abgeklärt und treffsicher. Die Gäste hatten nicht ihren besten Tag erwischt, machten sich das Leben selbst schwer, auch der eifrige Hetterich und Freistoßspezialist Betzel konnten das Unheil nicht abwenden. TSV-Coach Detlef Hugel nannte das Ergebnis zwei Tore zu hoch, „meine Mannschaft hat ihre Möglichkeiten effizient genutzt; das Einzige, was ich bemängele ist die Ballsicherheit, die bei einem 6:1 Vorsprung deutlicher sein muss“. Daran sollte man noch arbeiten. SR Zitzl löste die nicht all zu schwere Aufgabe ordentlich.

 

 


ASV Vach - TSV Neudrossenfeld 8:9 n.E. (1:1,0:0)

TSV Neudrossenfeld: Grüner - Hahn, Ludwig, Nelkel (63. Pötzinger), Werther - Rau, Kempf (55. Zinke), Schmidt (14. K. Stöcker), Hofmann - Gashi, Gogolok

 

Tore: 1:0 Wolf (47.); 1:1 Jörg Pötzinger (88.)

 

Zuschauer: 150

 

Gelb-Rot: David Rau (TSV/87./Reklamieren)

 

Auf dramatische Weise hat der TSV Neudrossenfeld die zweite bayrische Hauptrunde im Totopokal erreicht. Die Entscheidung zum 9:8 (1:1, 0:0)-Sieg des Landesligisten beim ASV Vach (Bezirksliga Mittelfranken) brachte erst der insgesamt 18. Schuss im Elfmeterschießen. Dabei wurde letztlich Torwart Grüner zum Matchwinner für die Gäste, die wegen beruflicher Verhinderung vieler Stammkräfte nur ein Verlegenheitsteam aufbieten konnten. Der Stellvertreter von Stammtorwart Küfner verhinderte zunächst das Aus, als er nach je sechs verwandelten Elfmetern beider Mannschaften den Fehlschuss seines Teamkollegen Hahn durch eine Parade beim folgenden „Matchball“ des ASV Vach wettmachte. Beim 7:7 trat Grüner schließlich selbst als Schütze an und traf, ehe die Gastgeber den nächsten Schuss am Tor vorbei setzten. Schon vorher hatten die Neudrossenfelder eine Portion Glück benötigt, um überhaupt das Elfmeterschießen zu erreichen. Die ungewohnte TSV-Formation, die nach nur zwölf Minuten auch noch Schmidt wegen einer möglicherweise schwer wiegenden Knieverletzung verlor und später sogar Ersatztorwart Zinke und Reserve-Trainer Pötzinger zum Einsatz brachte, fand kaum zu richtigem Spielfluss. Vom nominellen Zweiklassenunterschied zwischen beiden Mannschaften konnte daher nicht die Rede sein. Trotzdem hatten die Neudrossenfelder in der ersten Halbzeit mehr möglichkeiten. Gashi (14.), Werther (28.) und Hofmann (38.) kamen dem Führungstor nahe, während der ASV Vach nur eine ernsthafte Chance verzeichnete und diese durch Wolf recht kläglich vergab. Kurz nach der Pause gingen die Platzherren durch einen Kopfball in Führung als TSV-Torwart Grüner zu zaghaft eingriff. In den letzten zehn Minuten hatte der Bezirksligist sogar eine Reihe guter Möglichkeiten für den entscheidenden zweiten Treffer. Der Platzverweis für den bereits verwarnten Rau wegen Meckerns schien das Neudrossenfelder Schicksal zu besiegeln, doch in Unterzahl gelang den Gästen noch der späte Ausgleich durch den ältesten Spieler auf dem Platz: Pötzinger traf mit einem unhaltbaren 20-m-Freistoß.

 

Quelle: Nordbayrischer Kurier

 

 


1.FC Sand - TSV Neudrossenfeld 0:0

TSV Neudrossenfeld: Küfner - Sudol, Zapf, Taubenreuther, Werhter - Schumann, Schmidt (71. Hofmann), Kempf (87. Nelkel), Partyka, Ludwig - Gashi (76. Gogolok)

 

Tore: Fehlanzeige

 

Zuschauer: 350

 

Rote Karte: Matthias Küfner (89./TSV/Schiedsricherbeleidigung)

 

Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung verdientermaßen einen Punkt geholt, aber in der Schlussminute mit Torwart Küfner den besten Mann verloren. So lautete das Fazit des Landesligsten TSV Neudrossenfeld nach dem 0:0 beim FC Sand. Die Grünweißen haderten mit ihrem Schicksal, weil Rot für Küfner sehr hart war, denn er langte höchstens eine Handbreit über die Strafraumgrenze, als er den Ball aufnahm. Das Kuriose noch daran: Nicht für dieses Vergehen gab es die Rote Karte, sonder weil er kurze Zeit später, als er sich für den fälligen Freistoß postierte, zu einem Sander Stürmer sagte: „die Entscheidung ist doch lächerlich“. Das hörte der Schiedsrichter so Küfner, und bestrafte das mit Rot. Gegen den Favoriten boten die Oberfranken einen sehr ordentliche Partie, diszipliniert, aufmerksam und mit gutem Spielverständnis. In der ersten Hälfte hätten sie die Begegnung zu ihren Gunsten entscheiden können, ja müssen. So hatten Gashi (10.), zweimal Schmidt und wiederum Gashi (35.) beste Möglichkeiten, auch Taubenreuther prüfte bei einem schnellen Vorstoß nochmals den sicheren Schlussmann Nirsberger. Die Platzherren dagegen konnten nur eine einzige echte Chance verbuchen, als Seufert ins Dreieck zielte und Küfner den Ball mit tollem Reflex zur Ecke faustete. Die zweite Hälfte war arm an Möglichkeiten für beide Teams, außer den letzten sechs Minuten, der FC warf alles nach vorne, den Freistoß von Seufert (86.) parierte der Gästekeeper jedoch großartig und bewährte sich wieder kurz danach. Dann stockte den Neudrossenfeldern der Atem: Freistoß und Rot für Küfner. Nun kam die beste Tat von Kapitän Sudol, der, weil das Auswechselkontigent erschöpft war zwischen die Posten musste. Mit etwas Glück verhinderte er durch tollen Körpereinsatz unmittelbar nach diesem Freistoß einen Treffer, gleich darauf folgte der Schlusspfiff dieser aufregenden Begegnung. Wie entäuscht die Sander über das Remis waren, drückte ihr Trainer Erwin Albert wortlos aus, er winkte frustriert ab und war zu keiner Stellungnahme bereit. Auf der anderen Seite zeigte sich Coach Detlef Hugel mit der Leistung seiner Kicker zufrieden, „mit dem Punkt kann ich leben, aber nicht mit der Roten Karte“. In der überzeugenden ersten Hälfte sei man jedoch mit den Chancen zu leichtfertig umgegangen, ihn freute der Mannschaftsgeist während der 90 Minuten. Hervorzuheben ist beim Gast der Abwehrblock um Taubenreuther, Zapf, Partyka und Neuzugang Werther, an dem sich die gegnerischen Stürmer die Zähne ausbissen. Debütant Ludwig hinterließ einen ansprechenden Eindruck. Bei Sand gefielen besonders Pankraz, der Ex-Altstädter Seufert und Benkert.

 

Quelle: Nordbayrischer Kurier

 

 


TSV Neudrossenfeld - ASV Hollfeld 3:2 (2:1)

TSV Neudrossenfeld: Grüner - Kornetzke, Sudol, Partyka, Werther (46. Zinke) - Schumann, Nützel, Hofmann, Grethlein - Stöcker (75. Gashi), Adam

 

Tore: 1:0 Hannes Nützel (9.); 2:0 Christian Grethlein (26. Foulelfmeter); 2:1 Daniel Heißenstein (45.); 2:2 Michael Fuchs (63.); 3:2 Patrick Sudol (90.)

 

Zuschauer: 245

 

Der TSV Neudrossenfeld steht in der ersten Hauptrunde des bayrischen Totopokals. Und das durch ein Last-Minute-Tor seines Kapitäns Patrick Sudol, der gestern Abend fast mit dem Schlusspfiff den 3:2-Siegtreffer gegen den Landesliga-Klassenkameraden ASV Hollfeld besorgte. Alles hatte sich schon auf ein Elfmterschießen eingerichtet, da flog der letzte Eckball der regulären Spielzeit in den Hollfelder Strafraum. Sudol schaltete am Torraumeck am schnellsten und bugsierte das Leder unter die Querlatte – Schluss. „Die Neudrossenfelder haben ein Tor mehr geschossen, also war der Sieg wohl nicht unverdient“, meinte im Anschluss der Hollfelder Übungsleiter Heiko Gröger, während sein Pendant Detlef Hugel das Resultat unkommentiert lassen wollte. Denn das der Siegtreffer am Ende für die Neudrossenfelder glücklich war, konnte auch er nicht von der Hand weisen. Zwar hatte Hugels zusammen gewürfelte Truppe bis weit in die zweite Hälfte hinein spielerisch zu überzeugen gewusst, doch als dann die Kräfte bei den ansonsten mehr auf der Bank und in der zweiten Mannschaft angesiedelten Spielern schwanden, wendete sich das Blatt zugunsten des ASV, der zudem aber der 60. Minute auf eine Dreierkette in der Deckung setzte, um mit noch mehr Angriffsdruck den Ausgleich zu erzielen. Das das nur 180 Sekunden später passierte, freute Gröger. Und er dürfte auch mit Genugtuung quittiert haben, dass seine Truppe nach dem 2:2 durch einen Kopfball von Michael Fuchs nach sehenswerter Flanke von Jürgen Pfister das bessere Team war. Alleine die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. Die besten Gelegenheiten vergaben Markus Taschner (82.) der freistehend neben das Gehäuse köpfte, und abermals Michael  Fuchs, der nach sehenswerter Vorarbeit von Philipp Schmidt und Daniel Heißenstein eine Verwirrung im TSV-Strafraum nicht zu nutzen verstand. Freilich hatten die Gäste auch Glück, dass der nicht immer sichere Unparteiische Jonas Schieder in der 67. Minute ein klares Foul an quirligen Ex-Hollfelder Christian Grethlein nicht mit Strafstoß ahndete. Grethlein zählte  zweifelslos zu den Gewinnern des Abends. An den ersten beiden Toren des TSV war er unmittelbar beteiligt. Beim 1:0 prüfte er zunächst Gästeschlussmann Daniel Freiberger, dessen zu kurze Abwehr von Hannes Nützel verwertet wurde, und beim 2:0 (26.) verwandelte er einen von Freiberger an Johannes Adam verwirkten Strafstoß eiskalt. Dieser Treffer fiel just in Phase, in der sich die Hollfelder gefangen zu haben schienen und auch mit einem Latten-Kopfball von Daniel Heißenstein Pech gehabt hatten (22.). Doch ließ sich der ASV nicht beeindrucken und wurde kurz vor der Pause belohnt, als abermals Heißenstein nach einer zu kurzen Abwehr von Torwart Tobias Grüner im Anschluss an einen Pfister Schuss zum 2:1 abstaubte (45.)

 

 


DJK Don Bosco Bamberg - TSV Neudrossenfeld 0:1 (0:1)

TSV Neudrossenfeld: Küfner - Sudol, Zapf, Partyka, Werther - Lämmert, Grethlein (85. Stöcker), Schmidt, Kempf, Schumann (60. Nützel) - Gashi (70. Adam)

 

Tore: Perparim Gashi (44.)

 

Zuschauer: 250

 

Mit einem glücklichen 1:0 (1:0)-Erfolg kehrte der TSV Neudrossenfeld von seinem Landesliga-Gastspiel beim Aufsteiger DJK Bamberg zurück. Die DJK diktierte zwar in der Anfangsphase die Partie, doch echte Torgelegenheiten hatten eher Seltenheitswert. Erst in der 17. Minute setzte sich Tobias Reißner schön durch, setzte den Ball aber knapp neben den Pfosten. Die Fehlerquote bei den Gastgebern blieb aber weiter hoch. In der 25. Minute eröffnete sich Neudrossenfeld eine viel versprechende Chance, als Perparim Gashi zum Schuss kam, aber Torwart Ullein glänzend hielt. Die Begegnung war geprägt von vielen kleinen Fouls, echter Spielfluss wollte nicht aufkommen. 60 Sekunden vor dem Wechsel spielte Benedikt Leicht den Ball zurück zu seinem Torwart, der vertändelte das Spielgerät, so dass Gashi plötzlich zur Stelle war und keine Mühe hatte, dieses Geschenk zum 0:1-Führungstreffer, seinem insgesamt neunten Saisontor, anzunehmen. In der zweiten Hälfte gingen die Platzherren mit mehr Elan zu Werke, ohne  sich aber gute Chancen herauszuspielen. Lediglich in der 62. Minute hätte Sandro Schöpplein in aussichtsreicher Position den Ausgleich erzielen müssen, scheiterte jedoch an Gästetorwart Küfner. Neudrossenfeld hätte in der 71. Minute seinen Vorsprung ausbauen können, doch Peter Schmidt drosch einen Distanzschuss über das Tor.

 

 


TSV Neudrossenfeld - SV Memmelsdorf 1:4 (1:1)

TSV Neudrossenfeld: Küfner - Sudol, Zapf, Taubenreuther, Werther (52. Kempf) - Schumann (79. Nützel), Partyka (71. Adam), Schmidt, Grethlein - Gashi, Gogolok

 

Tore: 0:1 Stettner (8.); 1:1 Christian Grethlein (18.); 1:2 Patrick Werther (57. Eigentor); 1:3 Probst (69.); 1:4 Seifert (77.)

Zuschauer: 280

Gelb/Rot: Krüger (SV Memmelsdorf, 83., wiederholtes Foulspiel)

 

Nicht schlecht gespielt und doch hoch verloren. Die Ursache: Der TSV besiegte sich gestern Abend selbst mit zwei haarsträubenden Missverständnissen in der Abwehr und einem völlig unnötigen lupenreinen Eigentor. Dann kam auch noch Pech hinzu, denn Zapf traf in der 74. Minute nur den Pfosten, im Gegenzug fiel das alles entscheidende 1:4.

 

Der Gast spulte routiniert sein Pensum ab, brauchte keine Klasseleistung, die Platzherren ebneten ihm freundlicherweise den Weg zum Sieg, der zu hoch ausfiel. Die Partie wurde von beiden Mannschaften auf gutem Niveau geführt, die Heimelf zeigte viel Offensivkraft mit schönen Ballstafetten, tat sich aber mit der sicheren Gästeabwehr schwer. Gashi klebte wiederholt das Pech an den Füßen, er hatte auch Probleme mit dem rutschigen Rasen, Grethlein bot gekonnte Flankenläufe. So ein Spiel sollte der TSV schnell abhaken und nach vorne blicken, steckt doch Potential in der Elf. Der Ex-Bayernligist besaß in Massak, Stettner, Krüger und Seifert überdurchschittliche Akteure und einen fehlerfreien Schlussmann Bergmann. Ein mehr als zufriedener Gästecoach Alexander Spath sah einen glücklichen Spielausgang für seine Mannen, „das Eigentor kam zum richtigen Zeitpunkt und schockte die Neudrossenfelder“. Heimtrainer Detlef Hugel: „Ich bin nicht böse auf meine Mannschaft, sie hat spielerisch überzeugt, drei individuelle Fehler brachten uns auf die Verliererstraße“.

 

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Schiedsrichter Söllner hatte die insgesamt faire Partie fest im Griff.

 

 


TSV Neudrossenfeld - ASV Hollfeld 4:0 (1:0)

TSV Neudrossenfeld: Küfner - Sudol, Zapf, Taubenreuther, Werther - Partyka, Schmidt (81. Kempf), Schumann, Adam (57. Grethlein) - Gashi, Gogolok (70. Nelkel)

 

Tore: 1:0 Perparim Gashi (28.); 2:0 Florian Gogolok (47.); 3:0 Perparim Gashi (84.); 4:0 Perparim Gashi (89.)

 

Zuschauer: 736

 

Gelb/Rot: Jan Ballmert (ASV Hollfeld/80. wiederholtes Foulspiel)

 

Fußball ist oft verrückt, so auch im Derby, das lange Zeit Klasse vermissen ließ. Da erspielten sich die Platzherren bis zur 28. Minute nicht eine Chance, dann ein schneller Vorstoß über Schmidt, der Gashi bediente und dieser mit schöner Einzelleistung die Führung erzielte. Bis dahin spielte eigentlich nur Hollfeld, verzeichnete bereits in der Anfangsminute durch Martin Taschner eine gute Möglichkeit, die jedoch Schlussmann Küfner zunichte machte. Nach dem 1:0 musste wiederum Küfner in letzter Sekunde per Fußabwehr retten, als der Hollfelder Schmidt zum Schuss kam. Man kann zur Halbzeit bilanzieren aus Neudrossenfelder Sicht: mit sparsamen Mitteln zum schmeichelhaften Halbzeitstand. Kaum gespielt nach Wiederanpfiff erneut ein überraschender TSV-Paukenschlag: Weiß ist im Zweikampf mit Gogolok zu unentschlossen, und dieser verwandelt kaltblütig. Das traf die Gäste ins Herz, sie konnten sich davon nie mehr richtig erholen, die Chancen der Männer aus dem Kulmbacher Land häuften sich. So vergab Gogolok zweimal kurz hintereinander (62./65.), Schmidt wollte es danach ganz schön machen, trickste drei Gegenspieler aus, verzog jedoch im Abschluss. In der 73. Minute musste Michael Taschner auf der ASV-Torlinie retten, Nelkel schob knapp am leeren Hollfelder Tor vorbei. Und dann wieder dieser Wunderknabe Gashi, der mit zwei Treffern Unachtsamkeiten der gegnerischen Abwehr schlitzohrig bestrafte. Gashi, wie machst Du das so cool? Mitentscheidend für den Sieg war außer ihm eine gefestigte Abwehr um Geburtstagskind Sudol, Taubenreuther und Zapf, Küfner zeigte sich zudem in blendender Verfassung. Auf Hollfelder Seite ging von Schmidt große Gefahr aus, wenn er nach vorne stürmte, er zählte zu den Besten. Schorn und Michael Taschner konnten sich zwar wiederholt gut in Szene setzen, der Angriff entpuppte sich aber als nicht durchschlagskräftig genug. Für den heimischen Coach Detlef Hugel ein hart erarbeiteter Arbeitssieg, „den ich von meinen Jungs auch gefordert habe“. Schönspielerei zähle nicht, und der Erfolg gab ihm recht. ASV-Trainer Heiko Gröger bemängelte die individuellen Fehler seiner Elf, „bei einem so guten Start und der Überlegenheit in der ersten halben Stunde dürfte man nicht so untergehen“. Schiedsrichter Windisch leitete korrekt. Die Begegnung wurde wegen des großen Zuschauerandrangs mit zehnminütiger Verzögerung angepfiffen.

 

 


FC Kickers Würzburg - TSV Neudrossenfeld 4:2 (3:2)

TSV Neudrossenfeld: Küfner - Sudol, Zapf, Taubenreuther, Kempf - Grethlein (60. Rau), Partyka, Schmidt, Heil (67. Gogolok), Schumann - Gashi (79. Hofmann)

 

Tore: 0:1 Perparim Gashi (14. Foulelfmeter); 0:2 Perparim Gashi (20.); 1:2 Zimin (27.); 2:2 Sokolowski (30.); 3:2 Zimin (32.); 4:2 Rushiti (89.)

Zuschauer: 298

 

Die Würzburger Kickers haben ihr erstes Heimspiel dieser jungen Saison gewonnen. Nach einem 0:2-Rückstand drehten die Rothosen die Partie gegen Neudrossenfeld binnen nur fünf (!) Minuten und sicherten sich nach einer letztlich guten Vorstellung verdient den ersten Sieg.

Was sich von der 27. bis zur 32. Minuten ereignete, war schier unglaublich und dürfte den Zuschauern noch länger im Gedächtnis bleiben – binnen fünf Minuten verwandelten die Kickers einen 0:2-Rückstand in eine 3:2-Führung. Mit zwei Toren hatte Stürmer Sergey Zimin entscheidenden Anteil, dass die Heimpremiere eine letztlich erfolgreiche Wende nahm. Eigentlich hätte der Stürmer, der von Trainer Anton Kramer erstmals in die Startelf beordert worden war, mehr als zufrieden sein müssen. Doch nach der Partie verzog der 30-Jährige sein Gesicht, als habe sein Team verloren. „Unwichtig“, murrte er auf die Frage nach der Bedeutung seiner beiden Tore. Den Knackpunkt des Spiels mochte er mit seinen beiden Treffern auch nicht recht in Verbindung bringen. „Es nervt mich, dass wir, wie in der Vorsaison, immer wieder in Rückstand geraten“, knurrte er stattdessen. Und machte schließlich aus seinem Herzen keine Mördergrube: „Ich würde viel lieber zusammen mit Christian Dan im Sturm spielen. Aber entweder spielt er – oder ich. Nächste Woche bin ich vielleicht wieder draußen. Das weißt du hier nie. Dabei kennen wir uns gut, die Laufwege passen.“ Dass Dan ob seiner Versetzung auf die Bank nicht glücklich wirkte, ist nachvollziehbar. Dass Startelfmann und Doppeltorschütze Zimin unfroh war, ist bemerkenswert: „Letztlich entscheidet der Trainer.“

Und der war mit der Leistung seines Teams, in dem Konstantin Sokolowski nicht nur wegen seines Ausgleichstores ein starkes Landesliga-Debüt ablieferte, am Ende zufrieden. Begonnen hatte Kramers Elf reichlich unkonzentriert und uninspiriert. TSV-Stürmer Perparim Gashi, einst beim Stadtrivalen Würzburger FV in Ungande gefallen, hatte zwei Kickers-Fehler per Strafstoß und feiner Einzelaktion zur 2:0-Gästeführung genutzt: „Es war ein besonderes Spiel für mich. Zumal ich vom letzten Derby hier mit dem FV, als ich mit Rot vom Platz geflogen bin, noch was gut zu machen hatte.“ Dass er am Ende trotzdem nicht zum Strahlemann wurde, lag an den erwähnten ominösen fünf Minuten. „Da waren wir zu weit weg vom Gegner und haben die Kickers kombinieren lassen. Was dann rauskommt, haben wir gesehen“, resümierte Gästetrainer Detlef Hugel. „Das schnelle 1:2 war ganz wichtig, sonst hätten wir wohl ein Kopfproblem bekommen“, befand Kramer: „Was wir danach gemacht haben, war sensationell.“ Zwar vergaben die Kickers nach der Pause einige Top-Chancen (Sokolowski/72.), Dan/74., Borba/84.), doch Kramer befand: „Man hat insgesamt gesehen, was wir vorne können.“ Egal, ob mit Zimin oder mit Dan. Oder vielleicht bald auch mit beiden.

 

Quelle: mainpost.de 


TSV Neudrossenfeld - FC Viktoria Kahl 4:1 (1:1)

TSV Neudrossenfeld: Küfner - Werther, Zapf, Taubenreuther, Partyka (46. Grethlein) - Schumann, Sudol, Schmidt, Kempf - Gashi (79. Stöcker), Gogolok (84. Nelkel)

 

Tore: 1:0 Florian Gogolok (9.); 1:1 Stürz (36.); 2:1 Perparim Gashi (61.); 3:1 Perparim Gashi (73. Foulelfmeter); 4:1 Kai Stöcker (92.)

 

Zuschauer: 260

 

Gelb-Rot: Kryezia (Kahl, wiederholtes Foulspiel)

 

Der Sieg hat einen Namen und der heißt Gashi. Der Neuzugang machte mit seinen beiden Toren alles klar, führte den TSV auf die Siegerstraße. Bis dahin taten sich die Platzherren ziemlich schwer, hatten Probleme mit dem technisch beschlagenen und schnellen Gegner, der die Herrschaft im Mittelfeld besaß. Nach der Pause steigerten sich die Gäste vom Untermain, waren am Drücker. Stürz scheiterte an Küfner (49.), sieben Minuten später musste sich der Keeper gehörig strecken, um einen Schuss von Kryezia aus der zweiten Reihe über die Latte zu boxen. Aber dann kam die Zeit von Gashi.

 

Freilich hätte der TSV schon vorher der Partie eine Wende geben können. So hinderte der Gästekeeper in der 19. Minute mit einer tollen Parade Gashi am Einschuss, kurz danach verstolperte der gleiche Spieler in aussichtsreicher Position und Gogolok hatte Pech, dass sein platzierter Schuss (47.) nur am Pfosten landete. Er zeigte sich aber nervenstark beim Führungstreffer, den er nach schönem Pass von Partyka mit aller Routine erzielte. Die weiteren Treffer vielen teils kurios und überraschend, dem 1:1 ging ein Missverständnis zwischen Partyka und dem aber sonst sicheren Küfner voraus. Eine schöne Einzelleistung von Schmidt ermöglichte den Strafstoß. Das 4:1 darf sich  der eher blasse Schumann zuschreiben, er trickste seinen Gegenspieler aus und der eingewechselte Stöcker brauchte nur noch einzuschieben. 

 

Insgesamt ein verdienter Sieg, der aber zu hoch ausfiel. Die Neuzugänge Werther und Kempf passten sich gut ein, ebenso der eingewechselte Grethlein mit seinen erfrischenden, antrittsschnellen Aktionen. Man vermisste bei den Neudrossenfeldern aber noch den Fluss, die Elf wirkte zeitweise etwas verunsichert. Aber letztlich zählt der Sieg. Kahl versäumte es, in der Drangperiode für eine Vorentscheidung zu sorgen, die Strafe folgte auf den Fuß. In Kryezia, Dogan und Smith besaßen sie starke Kräfte, Abschlussschwächen waren aber unübersehbar. Schönspielen allein nützt wenig. Zufriedene Miene bei sportlichem Leiter Gerald Weinrich, der für den noch erkrankten Coach Hugel das Statement abgab. „Ich bin erleichtert, es war ein ganz anderer Auftritt als in Schweinfurt mit mehr Aggresivität und Willen. Es gibt aber noch viel zu verbessern, in der Defensive müssen die individuellen Fehler abgestellt werden“. Nach dem 1:1 habe die Mannschaft aber Charakter bewiesen, „mich freut besonders, dass unser Eigengewächs Kai Stöcker sich als Torschütze auszeichnen konnte“. SR Ehwald leitete aufmerksam und ohne Allüren.